Wiesen und Weiden | Bewirtschaftung Futtergewinnung Pflege

Einem Landwirt ist in der Regel daran gelegen, Gr├╝nfutter so fr├╝h wie m├Âglich zu erhalten, denn dadurch kann er auch Kosten sparen. Je zeitiger geerntet wird, umso eiwei├č- und n├Ąhrstoffreicher ist das Futter dann auch, was der Gesundheit der Tiere zu Gute kommt. Das Gr├╝nfutter sollte unbedingt mit H├Ącksel abgemischt werden, da die Tiere bei einseitiger F├╝tterung mit Gr├╝nfutter einen besonderen Appetit auf Trockenstoffe bekommen. Sie ben├Âtigen als Balaststoffe unbedingt auch Stroh, welches man auf diese Weise untermischen kann.

Damit das Gr├╝nfutter lange Zeit frisch bleibt, ist unbedingt f├╝r eine gute Durchl├╝ftung zu sorgen. Klee wird meistens mit einer M├Ąhmaschine geerntet, bevor es dann mit einem Heuwender gewendet wird. Zum Zusammenrechen benutzt man am besten einen Heurechen. Die Ernte des Gr├╝nfutters auf den Weiden geht so recht schnell von der Hand, so dass der Landwirt mehr Zeit f├╝r die Ernte anderer Kulturpflanzen hat. Es empfiehlt sich auch das so genannte Eins├Ąuern von Futter, um in den Zeiten von Futterknappheit noch Reserven zu haben.

Wiesen und Weiden als Quelle f├╝r Gr├╝nfutter

Zum Eins├Ąuern eignen sich vor allem Mais, Gr├╝nklee, R├╝benbl├Ątter und anderes Gr├╝nzeug. Diese Pflanzen werden geschichtet, dazwischen kommen immer wieder H├Ąckselschichten. Zuletzt kommt auch obenauf eine H├Ąckselschicht, bevor das Ganze mit Stroh und einer Erdschicht zugedeckt wird. Wichtig ist, dass zwischen den einzelnen Schichten keine Hohlr├Ąume entstehen. Das leicht s├Ąuerlich riechende Futter kann vor allem gut f├╝r Milchtiere verwendet werden. Da das Futter eine abf├╝hrende Wirkung haben kann, sollte es vor dem Verf├╝ttern mit Schl├Ąmmkreide bestreut werden. Einem N├Ąhrstoffverlust kann man vorbeugen, indem man dem Futter spezielle Milchs├Ąurebakterien zusetzt.

Wiesen und Weiden

Eine andere Form der Futtermittel ist das so genannte S├╝├čpressfutter, welches einen ├Ąhnlich hohen N├Ąhrwert wie das Gr├╝nfutter hat. Zu diesem Zweck muss der F├Ąulnisprozess von Gr├╝nfutter vermieden werden, indem man Bakterien davon fernh├Ąlt. Leider befinden sich Bakterien auch an den Pflanzen selbst, so dass nach einer M├Âglichkeit gesucht wurde, diese zu vernichten. Wenn man nun halbgetrocknetes Gras zusammenf├Ąhrt, entwickelt es selbst eine gewisse W├Ąrme. Ist die Temperatur hoch genug, werden die im Gras enthaltenen Bakterien zuverl├Ąssig abget├Âtet.
Die Regulierung der Temperatur erfolgt dabei durch das Pressen des Grases. Ist die W├Ąrme zu gering, wird weniger gepresst, damit durch die Luftzufuhr die Temperatur steigen kann. Sollte die Temperatur zu hoch sein, muss ein festeres Pressen erfolgen, damit die Temperatur etwas sinkt.

Auf diese Weise wird ein gutes Futter gewonnen, welches den Tieren auch sehr gut schmeckt. Als S├╝├čpressfutter werden von den Tieren sogar Pflanzen verzehrt, die sie frisch oder getrocknet nicht anr├╝hren w├╝rden. Auch das Futter von sauren Wiesen kann auf diese Weise so ver├Ąndert werden, dass die Tiere es gerne annehmen. Das S├╝├čpressfutter wird auch sehr gerne von Schafen und Pferden gefressen.