Schädliche Insekten in der Landwirtschaft

Insekten in der Landwirtschaft

Viele Insekten sch√§digen die Kulturpflanzen, und sollten deshalb wirksam bek√§mpft werden. Die Werre, auch Maulwurfsgrille genannt, kann vernichtet werden, wenn man das Nest dieser Tiere findet. Viele abgestorbene Pflanzen k√∂nnen einen Hinweis auf ein solches Nest geben. Ein weiterer Pflanzensch√§dling ist der Maik√§fer mitsamt seines Vorl√§ufers, des Engerlinges. F√ľr die Vernichtung der Engerlinge, k√∂nnen H√ľhner eingesetzt werden, welche diesen Sch√§dling aus der Erde picken. Auch Kr√§hen, Stare und Maulw√ľrfe geh√∂ren zu den nat√ľrlichen Feinden dieser Insekten. Wenn man auf einem Baum Maik√§fer vermutet, hilft ein einmaliges kr√§figes Anschlagen, damit die Tiere zu Boden fallen. Anschlie√üend k√∂nnen die Tiere bequem eingesammelt werden.

Ein anderer Sch√§dling, der sich vor allem an Tabakpflanzen vergeht, ist der Drahtwurm oder die Larve des Saatschnellk√§fers. Dieser Sch√§dling frisst die Pflanzen an, die dann umfallen und schw√§cher werden. Das beste Hilfsmittel gegen diese Insekten ist die D√ľngung des Bodens mit Kali. Au√üerdem sollten die Pflanzen m√∂glichst fr√ľhzeitig angebaut werden, damit sie bereits stark genug sind, wenn die Larven im Fr√ľhling schl√ľpfen.
Gro√üen Schaden richten auch L√§use und Schildwanzen an, die durch das Aufstreuen von Kalkstaub bek√§mpft werden k√∂nnen. Erdfl√∂he sch√§digen vor allem Kohl und Raps, auch diese Tierchen kann man mit Kalkstaub bek√§mpfen. Zu einer Plage k√∂nnen auch Schnecken werden. Hier hat sich das Streuen von Kalk bew√§hrt, welcher sp√§t am Abend oder fr√ľhmorgens aufgebracht werden sollte, bevor die Schnecken ihre Verstecke verlassen.

Insektizide im Pflanzenschutz

Die so genannte Fritfliege kann vor allem dem Sommergetreide betr√§chtlichen Schaden zuf√ľgen, indem sie die Pflanzen ansticht und ein Ei ablegt. Die daraus entstehenden Larven vernichten dann die Pflanzen. Um diese Sch√§dlinge zu vernichten, kann man kurz vor der Winterbestellung einen schmalen Streifen mit Roggen bes√§en, und diesen dann nach dem Sch√§dlingsbefall unterpfl√ľgen.

Die Hessenfliege ist der Fritfliege sehr √§hnlich, auch sie legt ihre Eier auf den Pflanzen ab, so dass diese dann von den schl√ľpfenden Larven zu Grunde gerichtet werden. Das Weizen√§lchen sch√§digt den Weizen auf so geschickte Weise, dass man ihm lange nichts anmerkt. Er w√§chst und gedeiht ganz normal bis zur Reifung der √Ąhren. Erst dann bemerkt der Landwirt, dass in den Spelzen keine K√∂rner sitzen, sondern lediglich Missbildungen, die so genannten Radek√∂rner, welche die Sch√§dlinge enthalten. Diese Erkrankung entsteht nur dadurch, dass diese Radek√∂rner in den Boden gelangen. Aus diesem Grund sollte das Saatgut mit Schwefels√§ure behandelt werden.

Käfer auf Nutzpflanzen

Die Weizengallm√ľcke legt ihre Eier in Roggen- oder Weizen√§hren und kann den K√∂rnerertrag ganz wesentlich verringern. Die Larven ern√§hren sich von den Fruchtknollen, so dass diese sich nicht ausbilden k√∂nnen. Hier hilft nur ein Unterpfl√ľgen der Stoppeln, ein Ausdreschen der K√∂rner und eine Vernichtung des Abfalls. Die R√ľben- und Hafer-Nematoden saugen den Saft aud den Wurzeln der Pflanzen, so dass diese sich nur schlecht oder gar nicht entwickeln k√∂nnen. Diese Sch√§dlinge erkennt man an den typischen Fadenw√ľrmchen an den Pflanzenwurzeln. Die Nematoden haften vor allem an den Wurzeln von Zuckerr√ľben und Kohlgew√§chsen, so dass diese nur in begrenzter Anzahl angebaut werden sollten. Gewisse Unkr√§uter, wie Ackersenf und Hederich, f√∂rdern die Vermehrung dieser Sch√§dlinge, so dass auch sie fr√ľhzeitig bek√§mpft werden m√ľssen. Auch eine Verschleppung von Pflanzenteilen ist auf jeden Fall zu vermeiden, damit der Sch√§dling nicht nur Plage wird.