Bodenarten im Ackerbau | Bodentypen lesen Sie hier viel n├╝tzlich Informationen

Bodenarten im Ackerbau sind Lehm, Humus und Mergel

Jede Bodenart bedarf einer anderen Bearbeitung

Bei den Bodenarten unterscheidet man zwischen Sand-, Ton-, Lehm-, Mergel-, Kalk- und Humusboden. Wenn man mit dem Sandboden richtig umgeht, dann kann er sehr n├╝tzlich sein beim Ackerbau. Bei falscher Behandlung aber wird er nicht den gew├╝nschten Erfolg bringen. Ein normaler Sandboden trocknet recht schnell aus und auch der D├╝nger wird rasend schnell zersetzt. Ideal ist der Sandboden bei feuchter Witterung, denn dann ist er gut zu bearbeiten. Beim Sandboden kommt es vor allem auf die richtige D├╝ngung an. Dabei sollte lieber ├Âfter und dann nicht zu stark ged├╝ngt werden, am besten eignet sich die Gr├╝nd├╝ngung. Im Fr├╝hjahr sollte der Sandboden nur leicht durchgegrubbert werden. Bei einer Bearbeitung mit dem Pflug wird der Boden zu sehr gelockert, so dass dringend ben├Âtigtes Wasser ├╝ber die Luft entweichen kann. Wenn der Sandboden ganz arm sein sollte, so kann eine Bodenverbesserung durch den Zusatz von Mergel oder Lehm erreicht werden. Auch der regelm├Ą├čige Anbau von Gr├╝nd├╝ngungspflanzen kann ma├čgeblich zur Verbesserung des Sandbodens beitragen.

 

Unterschiede zwischen Tonboden und Sandboden

Stehendes Wasser auf dem Acker wirkt sich stets schlecht auf das Saatgut aus.

Der Tonboden ist das Gegenteil des Sandbodens, denn er ist z├Ąh und fest, so dass es viel Kraft kostet, diesen Boden zu bearbeiten. Die Ger├Ąte m├╝ssen auch extrem stabil und langlebig sein, damit nicht st├Ąndig neue gekauft werden m├╝ssen. Es kommt vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an, am besten wenn der Boden weder zu trocken noch zu feucht ist. Im Fr├╝hling muss etwas l├Ąnger gewartet werden, bis der Boden etwas abgetrocknet ist. Mit der Bestellung des Bodens muss also etwas l├Ąnger gewartet werden, was den Erntezeitpunkt nat├╝rlich auch etwas nach hinten verschiebt. Vor dem Winter sollte das Umpfl├╝gen jedoch erfolgen, wenn der Boden relativ feucht ist. Am besten ist es, wenn der Boden leicht geneigt und der Untergrund durchl├Ąssig ist. Wenn der Boden eben ist, bilden sich aonsonsten nach einer l├Ąngeren Regenperiode viele Pf├╝tzen. Der Boden sollte m├Âglichst tief bearbeitet werden, um f├╝r einen bessern Luftzutritt zu sorgen. Auch ein Zusatz von Kalk kann die den Tonboden wesentlich f├╝r den Ackerbau verbessern. Da der Tonboden den D├╝nger l├Ąngere Zeit festh├Ąlt, muss eine D├╝ngung wesentlich seltener durchgef├╝hrt werden. Der Tonboden kann auch durch Entw├Ąsserung wesentlich verbessert werden. Auf Tonboden wachsen vor allem Weizen, Hafer, Spelz, Rotklee und Weidenkulturen sehr gut. Pflanzen wie Ackerdisteln, Nachtschatten, Huflattich und die Ackerbrombeere weisen auf einen Tonboden hin.

Die Entstehung von Lehmboden

Lehmboden bedarf besonderer Sorgfalt bei der Bewirtschaftung

Der Lehmboden entstand aus einer Kombination von Ton und Sand, wobei nat├╝rlich der eine oder andere Bestandteil ├╝berwiegen kann und entsprechend die Eigenschaften des Bodens beeinflusst. In ihm sind somit auch die guten und schlechten Eigenschaften beider Bestandteile vereint und eignet sich somit f├╝r den Anbau jeder Kulturpflanze. Der Lehmboden ist deshalb der ideale Boden f├╝r den Ackerbau.

Die Zusammensetzung von Mergelboden

Kaum schlechter ist der so genannte Mergelboden, der aus einem Gemisch von Ton, Kalk und Sand besteht. Er enth├Ąlt besonders viele Pflanzenn├Ąhrstoffe und eignet sich deshalb besonders f├╝r den Anbau von Klee, Luzerne und Esparsette. Eine besondere Form des Mergelbodens ist der L├Â├č, der besonders kalkhaltig ist. Er ist besonders f├╝r den Getreideanbau geeignet.

Die Eignung des Kalkbodens

Kalkboden an sich ist f├╝r den Pflanzenbau ├╝berhaupt nicht geeignet, da er sehr trocken ist und die wertvollen Humusanteile geradezu verzehrt. Kalk kann kaum Wasser aufnehmen, so dass eine st├Ąndige Bew├Ąsserung notwendig w├Ąre. Nur durch die Mischung mit Ton kann er unter Umst├Ąnden f├╝r den Ackerbau genutzt werden.Die Kenntnisse um die richtige Bewirtschaftung des Bodens sichern gute Ertr├Ąge.

Humusb├Âden haben zwar einen hohen N├Ąhrstoffgehalt, sie haben jedoch nur wenig mineralische Bestandteile. Humusboden kann sehr gut f├╝r den Ackerbau sein, jedoch nur, wenn er nicht zu na├č ist. Sollte dies der Fall sein, muss er unbedingt entw├Ąssert werden. Eine D├╝ngung des Humusbodens mit Kalk ist sehr empfehlenswert, da dieser auch die sch├Ądlichen Humuss├Ąuren abschw├Ącht. Zu nassen Humusboden, der f├╝r den Pflanzenbau ungeeignet ist, bezeichnet man auch als Bruch-, Moor- oder Torfboden.