Ratten auf dem Bauernhof

Ratten auf dem bauernhof bekämpfen
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Die Ratte ist ein ausgesprochener Kulturfolger und somit auch nicht gänzlich aus dem Lebensumfeld der Menschen zu vertreiben. Die mäuseartigen Nagetiere treten in den Arten Hausratte (Rattus rattus), Wanderratte (Rattus Norvegicus) und als Zuchtratten und Haustieren als Farbratten auf.

Dabei sind letzteren, die als Haustiere gehaltenen Ratten, unter hygienischen Zuchtbedingungen aufgewachsen und stellen keine Plage oder gesundheitliche Gefahr dar. Dagegen können Haus- und Wanderratten sehr wohl zur Rattenplage werden, wenn sie in großer Anzahl auftreten. Dann machen sie sich nicht nur über Vorräte und Saatgut her, können kleinen Jungtieren wie Küken gefährlich werden, sondern stellen auch ein hygienisches und gesundheitliches Problem für den Menschen dar, da sie zahlreiche schädliche Erreger verbreiten können. Da diese Nagetiere auch vor elektrischen und anderen technischen Anlagen nicht halt machen, können durch Rattenbefall Kurzschlüsse und Geräteschäden verursacht werden.

Entwickelt sich also aus den hier und da auftauchenden Ratten auf dem Hof eine Rattenplage, die letztlich auf das Haus und andere Gebäude übergreift, so muss energisch dagegen vorgegangen werden. 

Erster Schritt ist Vorbeugen gegen Ratten

Der erste Schritt um einer Rattenplage entgegenzuwirken ist eine gute Vorbeugung. Im Haus sollten Lebensmittel und Reste von Lebensmittel stets gut verschlossen verwahrt werden. Schwieriger ist es mit dem Futter auf einem Bauernhof. Spezialfutter kann in großen geschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Erntegut sollte ebenfalls nach Möglichkeit gut verwahrt werden.

Das gilt besonders für Erntegut, das über den Winter verwahrt wird, wie beispielsweise Äpfel, Karotten oder Kartoffeln. Bei Heu und Grünfutter ist das nicht zu bewerkstelligen. Ebenso wenig ist vermeidlich, dass Futter in den Ställen offen liegt.

Den Bauernhof, der gänzlich frei von Ratten ist, gibt es nicht. Solange sich ihre Anzahl in Grenzen hält und die Schäden nicht unübersehbar werden, ist das auch kein Anlass panisch zu werden. Wichtig ist allerdings, dass grundsätzlich alle Ställe regelmäßig und gründlich gereinigt werden, was ja auch eine Voraussetzung für die Tiergesundheit ist. 

Einschreiten bei Rattenplage

Da sich die Nager ungeheuer schnell vermehren, kann aus einigen Ratten schnell eine Rattenplage werden. Dann sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Das freie Auslegen von Giften in Ställen verbietet sich. Hier können Lebendfallen aufgestellt werden. Bei Hoftieren, die keine Fleischfresser sind, können sind Fallen mit Giftködern einsetzbar.

Die verendeten Ratten sind für diese Nutztiere keine Gefahr, dass sie nicht gefressen werden. Es gibt wirksame Köder mit Bromadiolin (Giftweizen), die auf den bevorzugten Laufwegen der Ratten in Köderboxen ausgelegt werden können. Die Köder sind mit Lockstoffen versehen und wirken über die Hemmung der Blutgerinnung. Sie eignen sich für Innenräume und das Freiland.

Außerdem sollten Ritzen und Spalten, die den Ratten Zugang zu Räumen verschiedener Bereiche bieten gut verschlossen werden. Können Hofeigentümer mit den handelsüblichen Mitteln der Rattenplage nicht beikommen, so sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer in Anspruch genommen werden.

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