Pflanzenschutz | Erkrankungen der Kartoffelpflanze
Erkennen und erfolgreich bekämpfen


 

Die Kartoffelkrankheit zeigt sich häufig durch gelbliche bis braune Flecken auf der Unterseite der Blätter, welche einen weißen Rand haben. Wenn es viel regnet, dann verbreitet sich die Kartoffelkrankheit rasend schnell und führt zum Verfaulen der Pflanzen. Wenn die Pflanze keine Blätter mehr hat, kann sie keine organischen Stoffe herstellen, um Knollen auszubilden. Doch die Pilzsporen befallen auch die Knollen der Kartoffelpflanze und führen zur Fäulnis. Werden erkrankte Saatknollen dann erneut ausgelegt, wird der Pilz auf die jungen Pflanzen übertragen. Aus diesem Grund müssen befallene Kartoffeln gründlich aussortiert werden.


 

Eine weitere Erkrankung der Kartoffelpflanze ist die Blattrollkrankheit, die sich durch ein Einrollen der Blätter zeigt. Dabei verfärben sich die Blätter gelb bis gelbrot. Die kranken Pflanzen sollten eliminiert, und nur gesunde Knollen als Saatgut verwendet werden.

Eine weitere Erkrankung der Kartoffelpflanze ist die Bakterien-Rinkkrankheit. Wenn man die erkrankten Knollen aufschneidet, kann man unter der Schale einen braunen Ring erkennen. Die Erkrankung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Knolle, sondern kann sich im Verlauf auf die ganze Pflanze ausdehnen. Obwohl die Saatknollen äußerlich keinen Anzeichen einer Erkrankung haben, sterben die Triebe gleich nach dem Auskeimen ab. Falls sich doch eine Pflanze entwickeln sollte, wird sie nur sehr schwach sein und bald darauf verkümmern. Diese Erkrankung wird nicht durch Pilze, sondern durch verschiedene Bakterienarten ausgelöst.

 


 

Die Schwarzbeinigkeit führt im weiteren Verlauf zur Knollenfäule der Kartoffelpflanze. Die Pflanze zeigt meistesns eine gelblich-grüne Färbung und die Blätter sind gerollt oder zusammengeklappt. Während des Sommers gehen diese Pflanzen in der Regel dann ein. Auch hier sind die Erreger der Erkrankung Bakterien, die entweder schon mit dem Saatgut verbreitet werden oder vom Boden aus auf die Pflanzen übergehen. Eine Ansteckung durch den Boden erfolgt nur, wenn der Boden bereits durch häufigen Kartoffelanbau verseucht ist.
Eine Bekämpfung dieser Pflanzenkrankheit ist nur möglich, indem man kranke Pflanzen noch vor der Ernte aussortiert, damit die Knollen nicht als Saatgut verwendet werden. Erkrankte Kartoffelpflanzen sind nicht mehr zu retten. Auch eine optimale Aufbewahrung der Kartoffeln während des Winters kann das Auftreten der Erkrankung verhindern. Hierfür sollten kühle und trockene Räume zur Verfügung stehen. Geschnittene Kartoffeln sollte man nicht auslegen, da ide Schnittfläche eine Angriffsfläche für Bakterien darstellen kann.

Kartoffelpflanzen