Schalenobst | Pflanzung, Pflege, Schnitt und Ernte


 

Beim Schalenobst sind vor allem Hasel- und Walnüsse von entscheidender Bedeutung für den Anbau. Der Haselnußstrauch ist relativ anspruchslos, dennoch sollte man auf einen guten Boden und optimale Verhältnisse achten, wenn man auf einen guten Ertrag hofft. Die Haselnuß gedeiht auch in einem relativ schlechten Boden, wenn dieser gedüngt und mit Humus angereichert wird. Die Sorten mit großen Früchten, sollten auf sandigem Lehmboden oder lehmigem Sandboden gepflanzt werden. Als Untergrund weniger geeignet sind schwere und nasse Ton-, Sand- oder Moorböden. 

An den Standort stellt die Haselnuß dagegen keine Ansprüche, so dass sie auch an Abhängen und Böschungen angepflanzt werden kann. Beim Anbau sollte man jedoch auf einen durchschnittlichen Abstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Pflanzen achten. Da für die Vermehrung Ableger benötigt werden, schneidet man die Büsche stark zu, damit der Strauch aus dem Boden nachtreibt und somit Ableger liefert.


 

Auch der Walnußbaum ist recht anspruchslos, kann jedoch nicht auf einem Boden mit hohem Grundwasserstand angepflanzt werden. Er liebt einen wind- und frostgeschützten Standort mit sandigem, kalkhaltigem Lehmboden. Ausgewachsene Walnußbäume beschatten locker 150 Quadratmeter, so dass der Anbau auf einer Plantage oder im Obstgarten nicht möglich ist. Der Samen wird im Herbst auf gut gedüngten Beeten in Reihen ausgelegt. Diese Beete sind unbedingt vor Mäusen, Vögeln und Eichhörnchen zu schützen. 
Der Samen geht dann im kommenden Frühjahr auf, und die Sämlinge sollten so schnell wie möglich versetzt werden. Die kleinen Pflanzen werden dann in einem Abstand von gut 15 Zentimetern und einem Reihenabstand von rund 25 Zentimetern gesetzt und gut angegossen. Im nächsten Jahr werden die kleinen Stämmchen dann in die Baumschule eingesetzt, mit einem Abstand von etwa einem Meter. Wenn sie kräftig genug sind, können sie an ihren endgültigen Standort gebracht werden. 

Minderwertige Pflanzen können durch bessere Sorten veredelt werden, dies geschieht durch das so genannten Ringeln oder Pfeilen. Der Nußbaum muss nicht besonders geschnitten werden, es sollte lediglich während der Wachstumsphase auf eine gleichmäßige Kronenbildung geachtet werden. Im späten Herbst oder im Winter sollten ältere Bäume ausgeputzt werden. Die Wunden bluten recht lange und müssen deswegen vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden. Bei der Lagerun der Walnüsse ist darauf zu achten, dass sie nicht schimmeln, weshalb man sie regelmäßig wenden muss.

 


 

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