Obst richtig einwecken | Informationen und Tipps


 

Im Grunde können alle Obstsorten eingemacht und konserviert werden. Oftmals hat man Früchte im Überfluss, die man nicht alle frisch verarbeiten kann. Um auch für den Winter einen Vorrat zu haben, bietet sich dann das Konservieren des Obstes an. 
Einmachgläser kann man im Handel günstig erwerben, wichtig ist nur, dass sie luftdicht verschlossen werden können. Pilze verursachen das Verderben der Früchte, denn sie haften bereits an den Früchten. 
Das Obst kann somit nur haltbar gemacht werden, wenn Pilze keinen Schaden anrichten können. Deshalb müssen eventuell vorhandene Pilzsporen durch Erhitzen auf 60 bis 100 Grad vernichtet, und die Gläser anschließend luftdicht verschlossen werden. 

Zucker sollte nur zur Verbesserung des Geschmacks, und nicht zur Konservierung der Früchte eingesetzt werden. In den Deckel der Einmachgläser ist ein Gummiring eingelegt, der ein luftdichtes Verschließen sicherstellen soll. 
Aus diesem Grund muss immer überprüft werden, ob er noch intakt und nicht rissig oder porös ist. Die Einmachgläser verfügen zudem noch über eine Klammer, die den luftdichten Verschluß noch zusätzlich sichern soll. Die Gefäße werden vor der Benutzung gründlich gereinigt. 
Das Obst sollte frisch und vollkommen reif sein. Das Beerenobst wird vor dem Waschen von den Blütenkelchen und Stielen befreit, Bei Kirschen werden die Stiele kurz abgeschnitten. Kernobst sollte nach dem Schälen geviertelt oder halbiert werden, je nach Größe der Früchte. Bei Zwetschgen und Pfirsichen zieht man vor der Verarbeitung die Haut ab und entsteint sie, auch Kirschen werden entkernt.


 

Nach der Vorbereitung werden die Früchte in einem Liter Wasser und einem Viertel Liter Zucker vorgekocht, denn das Vorkochen erleichtert das spätere feste Füllen der Einmachgläser. Beim Befüllen der Gläser ist darauf zu achten, dass keine Zwischenräume entstehen, sondern eine vollständige Füllung erreicht wird. 
Da sich die Früchte beim Einkochen noch ausdehnen, darf das Glas nicht bis obenhin gefüllt werden. 
Über die Früchte wird dann eine Mischung aus einem Liter Wasser und einem Pfund Zucker gegeben. Wenn die Früchte sehr sauer sind, kann die Zuckermenge auf bis zu ein Kilo erhöht werden. Beim Übergießen sollte das Einmachglas schräg gehalten und erst langsam aufgerichtet werden, damit keine Luftblasen zwischen den Früchten entstehen. Im Grunde kann auch auf den Zucker verzichtet werden, es ist eine reine Geschmacksfrage. 

Vor dem Verschließen der Gläser werden mit einem Tuch der Rand des Glases, der Deckel und der Gummiring sorgfältig abgetrocknet, da ansonsten ein sicheres Verschließen nicht möglich ist. Nun müssen die Gefäße nur noch im Wasserbad erhitzt werden. 
Das Sterilisieren dauert zwischen sechs und 20 Minuten, je nach Größe der Gefäße und der Festigkeit der Früchte. Damit der Inhalt gleichmäßig erhitzt wird, und die Gläser nicht zerspringen, muss das Wasser langsam erhitzt werden. Wenn der Deckel nach dem Sterilisieren nicht fest sitzt, muss der Vorgang wiederholt werden. Die Gläser dürfen dem Wasser erst nach dem Abkühlen entnommen werden, da sie ansonsten platzen können.

 


 

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