Obstdörrung | Lagern von Dörrobst | Informationen


 

Wenn ein Jahr sehr ertragreich war, kann man oftmals nicht alle Früchte frisch verarbeiten. Um sich einen Vorrat zu schaffen, kann man viele Obstsorten auch Dörren. Gedörrtes Obst ist einige Jahre haltbar und kann somit als Ausgleich für ernteschwache Jahre dienen. Das wichtigste beim Dörren ist ein dauernder Wärmestrom, der mit frischer Luft vermischt wird, und dem Obst das Wasser entzieht. Zu diesem Zweck gibt es verschiedenen Apparate, da das Dörren im Ofen oftmals nicht zum gewünschten Ergebnis führt. 

Vor dem Dörrvorgang müssen die Früchte entsprechend vorbereitet werden. Birnen und Äpfel werden geschält, vom Kerngehäuse befreit und geviertelt oder in Scheiben geschnitten. Birnen und Zwetschgen müssen vor dem Dörren sogar noch gedämpft werden, wobei die Birnen etwas länger brauchen. Das Dämpfen sorgt dafür dass die Birnen später eine schöne Farbe erhalten, außerdem sorgt es für die richtige Festigkeit der Früchte. 
Da Steinobst und Beerenfrüchte recht saftig sind, müssen diese Früchte nicht gedämpft werden. Diese Früchte sollte vor der Verarbeitung am besten schon überreif sein, da sie dann bereits etwas Wasser verloren haben. 


 

Beim Dörren ist es wichtig, mit einer geringen Temperatur zu beginnen, damit die Früchte nicht hart werden. Beeren- und Steinobst wird anfangs bei 80 Grad und Kernobst bei 100 bis 110 Grad getrocknet. Die Dörrzeit ist ganz unterschiedlich, je nach Größe der Früchte dauert das Trocknen zwischen vier und zehn Stunden. Während des Vorgangs muss man immer wieder durch Quetschen prüfen, ob sich noch Wasser im Inneren der Früchte befindet. Zwetschgen brauchen sehr lange zum Trocknen, etwa 15 bis 18 Stunden, zur Not kann man den Vorgang auch über Nacht unterbrechen. Nach dem Dörren sollten die Früchte in einem trockenen, luftigen Raum abkühlen.

 


 

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