Wirkung von Rattengift und Gefahren für Haustiere

von Felix Teske

Rattengift enthält tödlich wirkende Blutgerinnungshemmer wie Diphacinon, ein Indandion-Derivat, oder Bromadiolon, ein Fraßköder zur Nagetierbekämpfung. Diese Inhaltsstoffe führen durch eine massive Hemmung der Blutgerinnungsfaktoren zu einem innerlichen Verbluten. Es kommt zudem zu einer Auflösung der Blutbahnwände. Beides führt zum innerlichen Verbluten der Nager. Die zeitversetzte Wirkung dieser Wirkstoffe verhindert, dass das Giftfutter von anderen Ratten gemieden wird. Die tödliche Wirkung tritt erst einige Stunden nach der Aufnahme des Gifts durch die Ratten auf, wenn die Tiere bereits den Futterplatz verlassen haben. Somit bringen die Nagetiere die Fraßköder nicht in Verbindung zum Verenden ihrer Artgenossen.

 

Aufnahme von Rattengift durch Haustiere

Rattengift sollte so ausgelegt werden, dass weder Haustiere noch Kinder damit in Berührung kommen können. Auslegestellen sind außerdem deutlich zu kennzeichnen. Auf die Gefahren für Menschen und Haustiere weisen die Produktbeschreibungen ausführlich hin. Falls ein Haustier dennoch Rattengift aufgenommen hat, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen. Eile ist geboten. Je mehr Zeit seit der Aufnahme vergeht, desto stärker tritt die Wirkung der Blutgerinnungshemmer ein. Für eine gezielte Behandlung sind unbedingt die Produktbezeichnung und der Hersteller anzugeben. Zu empfehlen ist die Mitnahme der Produktbeschreibung oder der Umverpackung. Zur Behandlung wird in der Regel Vitamin K eingesetzt, das als Gegenmittel wirkt.

Biozide sicher verwenden! Stets Anwendungshinweise lesen!

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