Schädlingsbekämpfung – Haus und Hof

von Felix Teske

Die Natur kennt keine Schädlinge. „Schädling“ ist eine Klassifizierung, die vom Menschen vorgenommen wird. Darunter werden Tiere verstanden, die Menschen, Haus- und Nutztieren, Garten- und Ackerbau Schaden zufügen. Da Tiere, wie Ratten, Mäuse, Flöhe, Milben oder Zecken gesundheitliche Risiken mit sich bringen, ist ihre Bekämpfung eine Notwendigkeit, wenn ihre Anzahl bedenklich wird, sie zur Plage werden. War Schädlingsbekämpfung früher nur auf die reine Vernichtung ausgerichtet, so werden heute auch bei der Bekämpfung, beispielsweise von Ratten und Mäusen, Aspekte des Tierschutzes ins Auge gefasst.

Es werden Bekämpfungsmethoden eingesetzt, die ein qualvolles Sterben der Tiere vermeiden. Bei schädlichen und lästigen Insekten werden immer häufiger auch Mittel der biologischen Vertreibung eingesetzt. Einige Tiere, die zwar lästig sein können, Schäden anrichten können und somit nicht gerade in Haus und Garten geliebt werden, stehen sogar als schützenswerte Arten unter besonderem Naturschutz. Dazu zahlen beispielsweise die Marder und die Maulwürfe, die nicht getötet werden dürfen.

 

Ratten und Mäuse vertreiben

Machen in Haus, Garten, Stall und Ackerland Ratten und Mäuse, Wühlmäuse, breit, so kann dem wirksam entgegengewirkt werden. Für das Haus und den kleineren Garten können Lebend- oder Schlagfallen eingesetzt werden. Müssen Ratten und Mäuse in größerer Anzahl bekämpft werden, können verschiedene Giftköder, wie beispielsweise Giftweizen, ausgelegt werden. Die Köder bewirken ein schnelles, qualfreies Verenden der Tiere und vertreiben in der Regel verbleibende Tiere, die sehen, wie ihre Artgenossen sterben.

In Bereichen, in denen sich Haus- und Nutztiere aufhalten, kann eine offene Giftköderauslegung nicht vorgenommen werden. Hier sind Fallen und Boxen mit Ködern die geeignete Vernichtungs- und Vertreibungsmethode. Gleichzeitig gilt es einem Befall vorzubeugen, indem keine lockenden Lebensmittelreste und Lebensmittel herumliegen, Keller, Schuppen, Ställe rein gehalten werden. Gänzlich lassen sich die Nager nicht vertreiben. Sie müssen erst ernsthaft bekämpft werden, wenn sie sich in großer Anzahl ansiedeln oder in Wohnbereiche eindringen.

Flöhe, Milben, Zecken und mehr

Flöhe, Milben, Zecken befallen sowohl Menschen wie Haus- und Nutztiere. Vorbeugend hilft hier ebenfalls die konsequente Reinhaltung von Haus- und Tierbereichen. Das allein ist jedoch keine wirksame Abwehrmaßnahme. Gegen Floh- und Milbenbefall bei Haus- und Nutztieren gibt es wirksame Mittel als Spray, Puder, Halsbänder oder Tropfen, die in den Nacken von Haustieren zu träufeln sind. Dabei sind die Tropfpräparate besonders anhaltend wirksam. Meist reichen 4-wöchige Gaben aus, um die Tiere gründlich zu schützen. Sehr wirksam sind Biozide, wie zum Beispiel Intermitox, gegen Milben, Zecken und weiteren Parasitenbefall.

Marder vergrämen

Marder stehen unter Naturschutz, könne jedoch auf Dachböden und im Motorraum lästig sein und Schäden anrichten. Auf keinen Fall dürfen die Tiere getötet werden. Hier helfen gut wirkende Vergrämungsmittel. Die Vergrämungsmittel halten die Marder von Wohnbereichen fern, da die Tiere sie verabscheuen und schnell Reißaus nehmen. Kleintierställe sollten vor Mardern und Wieseln gut durch feste Einzäunungen geschützt werden.

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