Ratten effizient schnell und loswerden

von Felix Teske

Leises Trippeln auf dem Dachboden, Nagespuren an Müllsäcken und Kabeln oder kleine Kotkügelchen sind Anzeichen, dass Ratten zu Gange sind. Die unangenehmen Gäste lassen sich zwar ungern selber blicken, jedoch hinterlassen sie Spuren:

  • Lebende Ratten - Sobald lebende Ratten in Garten oder Haus erscheinen, ist der Befall sicher. Selbst tote Tiere sprechen für eine Belagerung. Generell lassen sich die unerwünschten Gäste aber nur blicken, wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist, ihre Nistplätze gestört wurden oder sehr viele Ratten vorhanden sind.
  • Rattenkot - Eins der ersten Anzeichen, dass Raten vor Ort sind, ist ihr Kot. Dieser ist klein und spindelförmig. Die Menge des Rattenkots lässt darauf schließen, wie groß der Rattenbefall ist, da eine Ratte ca. 40 Kotballen am Tag produziert. Sind die Kotballen noch weich und glänzend, ist der Rattenbefall akut.
  • Nagespuren - Mit ihren scharfen Schneidezähnen nagen die Vierbeiner fast alles an, was ihnen über den Weg läuft. Besondere Vorliebe zeigen Sie hierbei für Elektrokabel und Müllsäcke, aber auch Mörtel oder Aluminiumbleche stellen kein Hindernis dar. Die Nagespuren können leicht an den zwei parallelen, etwas vertieften Rillen erkannt werden.
  • Beißender Geruch - Um sich besser orientieren zu können, erzeugen Raten durch spezielle Drüsen und ihren Urin sowie Kot, einen markanten, Ammoniakähnlichen Geruch, der für Menschen sehr unangenehm riecht.
  • Laufspuren - Ratten benutzen am liebsten immer selber dieselben Wege. Auf staubbelasteten Wegen, wie auf Dachböden, lassen sich diese leicht erkennen. Durch ihr Körperfett hinterlassen sie in Kombination mit Staub- und Schmutzablagerungen eine bräunliche bis hin zu schwarzer Spur hinter sich. Oft führen diese Spuren auch zu den Nistplätzen der Ratten.

Auf jeden Fall muss umgehend gehandelt werden, da Ratten unter anderen gefährliche Krankheiten mit sich bringen können, verunreinigen Lebensmittel durch ihren Kot und Anfraß und nagen mit Vorliebe Elektrokabel an, das nicht selten zu Kurzschlüssen führt.

„Vorbeugen ist besser als heilen“

Um gar nicht erst von Ratten befallen zu werden, können von vornherein schon einige Vorsichtmaßnahmen getroffen werden, wie zum Beispiel:

  • Essensreste nie in Ausflüsse oder Toiletten beseitigen. Die Abfälle landen sonst in der Kanalisation und bieten eine weitere Nahrungsquelle für die Ratten.
  • Komposthaufen im Garten sind eine verlockende Einladung für Ratten. Sobald Erdlöcher um den Haufen herum erscheinen, sind höchstwahrscheinlich Ratten vor Ort. Daher sollten die Komposthaufen nie überfüllt werden und auch kein gekochtes Essen beinhalten.
  • Mängel am Gebäude, die als Schlupflöcher oder Nester dienen könnten, sollten umgehend beseitigt werden. Schäden an Wänden, Kanalisation, Fenstern oder Türen laden Ratten förmlich ein, sich einzunisten, und sollten daher so schnell wie möglich behoben werden.

Mittel für den unmittelbaren Rattenbefall

Sollten sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Ratten eingenistet haben, geht es an die unmittelbare Bekämpfung. Die effizienteste Lösung ist die Anschaffung einer Hauskatze, die aufgrund ihres Jagdinstinktes sofort die Ratten ausfindig macht. Ein weiteres weitverbreitetes Mittel ist Terpentin. Dies wird auf Lappen gegossen und anschließend in die Rattenbauten gedrückt. Aber auch Öle aus Minze, Kamille und Pfefferminze wirken aufgrund des starken Geruches vertreibend auf Ratten. Wenn Laufwege erkennbar sind, können diese mit Cayennepfeffer bestreut werden. Durch den natürlichen Putzreflex von Ratten wird dieser im Fell aufgenommen und stört ihren sensiblen Geruchssinn. Ein Kalkanstrich mit hinzugefügtem Eisenvitriol der Kellerwände soll ebenfalls abwehrend auf Ratten wirken. Sehr effizient aber mit Vorsicht zu genießen, ist schließlich das Rattengift. Idealerweise sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer engagiert werden, um Risiken für Menschen und Haustiere zu vermeiden. In jeden Fall sollten jedoch die Herstellerhinweise beachtet werden.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

In den meisten Fällen lassen sich Rattenbefälle durch die geeignete Vorsorge vermeiden. Durch den bewussten Umgang mit Abfällen und Kompost, die umgehenden Beseitigung von Gebäudeschäden und Kanalisationsproblemen sowie die entsprechende Lagerung von jeglichen Lebensmitteln kommen die unerwünschten Gäste gar nicht erst ins Haus.

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