Ein Gewächshaus muss funktional sein

von Felix Teske

Der Trend zum Selbstversorger steigt an, doch nicht jeder hat die Möglichkeit sich mit allen Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Eine gute Möglichkeit ist es aber, seinen Garten zu nutzen. Hier lassen sich verschiedene Gemüse-, Obst- und Salatsorten anpflanzen. Der Vorteil liegt hier ganz klar auf der Hand. Wer sein Gemüse selbst anbaut, kann sicher sein, dass es nicht mit giftigen Chemikalien behandelt wurde. Was auf dem Teller landet, ist dann wirklich bio und somit nicht schädlich für die Gesundheit oder Kleinkinder. Bevor man sich an die Arbeit macht und Beete anlegt, sollte auch das Wetter berücksichtigt werden. Ein regenreicher Sommer hat schon so manche Ernte zunichtegemacht und zu früh ausgesät, überleben die jungen Pflanzen die meist frostigen Nächte nicht. Mit einem Gewächshaus kann man sich vor diesen Problemen gut schützen.

Beim Bau des Gewächshauses ist die Planung das A und O. Es sollte gut isoliert sein, UV-Licht durchlassen, eine gute Belüftung haben und dennoch muss es auch Wind und Wetter standhalten. Normale Glasscheiben haben sich hier als ungünstig erwiesen, da sie bei Sonne wie ein Brennglas wirken und die Pflanzen verbrennen können. Auch haben sie ein hohes Gewicht, was eine stabile Bauweise erfordert. Wesentlich günstiger sind Stegplatten, Hohlkammer oder Doppelstegplatten. Diese sind aus Acryl (Plexiglas) gefertigt und haben somit ein wesentlich geringeres Gewicht. Auch die Stabilität dieses Materials spricht für sich. Ob Hagel oder starker Wind, Stegplatten und Hohlkammerplatten halten einiges aus. Ein weiterer Vorteil ist die gute Isolierung. So haben Hohlkammerplatten und Doppelstegplatten im Inneren einen Hohlraum, welcher die Wärme im Inneren des Gewächshauses hält und Kälte gut abweist. Auch die Lichtdurchlässigkeit ist ein großer Vorteil dieser Materialien. Bei Plexiglas ist zu bedenken, dass es kein UV-Licht durchlässt, weshalb beim Gewächshaus lieber auf Polycarbonat auszuweichen ist. Dieses wird allerdings mit der Zeit spröde und neigt dann zu Brüchen, was bei Plexiglas nicht passiert. Wer das Gewächshaus an einer günstigen Stelle aufstellen kann, sollte somit alle Vorteile der beiden Materialien nutzen. Wird das Gewächshaus von allen Seiten von der Sonne beschienen, könnte für das Dach Plexiglas und für die Seitenscheiben Polycarbonat verwendet werden. Die Stegplatten lassen sich sowohl für das Dach, als auch für die Seitenwände nutzen. Selbst in kühleren Nächten bieten die Hohlkammerplatten einen guten Schutz gegen die Kälte.

Im Übrigen gibt es die Doppelstegplatten, Hohlkammerplatten und Stegplatten durchsichtig oder milchig. Für welche Variante man sich entscheidet mag Geschmackssache sein. Gerne werden aber die milchigen Modelle für die Seitenwände verwendet und die durchsichtigen für das Dach.

Ist das Gewächshaus richtig geplant, steht der vegetarischen Selbstversorgung nichts mehr im Wege.

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