Tabak | Anbau Pflanzenschutz Ernte - Informationen


 

Zusammen mit der Tomate und der Kartoffel gehört der Tabak zu den so genannten Nachtschattengewächsen. Ursprünglich stamm der Tabak aus Mittelamerika, inzwischen wird er jedoch weltweit angebaut. Mit dem Anbau von Tabak kann man sehr hohe Erträge erzielen, der Anbau bringt mehr Geld, als der jeder anderen Kulturpflanze. Wie der Weinbau ist auch der Anbau von Tabak sehr aufwändig, denn während der Wachstumsphase gibt es für den Landwirt einiges zu tun.

Tabak ist auch eine optimale Vorfrucht für viele andere Pflanzen, da sie den Boden in einem hervorragenden Zustand hinterlässt. Auch der mehrmalige Anbau von Tabak schadet nicht, sondern ganz im Gegenteil, der Tabak wird dadurch noch feiner. Der Tabak muss unbedingt in Gebieten mit mildem Klima angebaut werden, gegenüber dem Frost im Herbst ist der sehr empfindlich. Auch längere Regenperioden im Sommer können dem Tabak sehr zusetzen. Während der recht kurzen Wachstumsperiode benötigt der Tabak viel Wärme.


 

Sehr häufig wird Tabak nach Winterroggen und Stoppelrüben angebaut. Das hat den Vorteil, dass die Rüben die chlorhaltigen Verbindungen verzehren, welche im Stallmist enthalten sind, der meistens als Dünger eingesetzt wird. Auf diese Weise lässt sich die Qualität des Tabaks wesentlich verbessern. Auf einem umgebrochenen Luzernacker sollte Tabak möglichst nicht angebaut werden, da er dann zwar einen hohen Ertrag bringt, die Qualität des Tabaks jedoch ziemlich darunter leidet. Eine wichtige Bedingung für den erfolgreichen Anbau von Tabak ist eine frühzeitige Gabe von Stallmist.

Tabak gedeiht am besten auf leichtem, sandigem Lehmboden, möglichst reich an Humus und Kalk. Auf chlorhaltige Dünger muss unbedingt verzichtet werden, während eine Zugabe von Kali sehr wichtig für die Qualität des Tabaks ist. Auch auf Jauche, stickstoffhaltige Düngemittel und Salpeter sollte beimTabakanbau verzichtet werden. Zur Gewinnung von Samen sollten nur die Samenkapseln von vollkommen gesunden Pflanzen verwendet werden. Da Tabak möglicht früh auf die Felder kommen sollte, empfiehlt sich eine Anzucht von Tabaksetzlingen in Mistbeeten. Die Setzlinge sollten dann Ende Mai bis Anfang Juni auf die Felder versetzt werden.

 


 

Bei der Pflege der Tabakpflanzen sollte die Entfernung von Unkräutern an erster Stelle stehen. Wichtig ist auch das so genannte Köpfen des Tabaks. Dies darf allerdings nicht zu früh geschehen, da sonst schädliche Stoffe in den Tabakblättern zurückbleiben, die später in die Blüte übergangen wären. Deshalb darf das Köpfen erst erfolgen, wenn die Blüte eingetreten ist. Grundsätzlich bleiben etwa 10 Blätter an jeder Pflanze, damit die Tabakstöcke kräftig wachsen. Schädlinge des Tabaks sind die große, grüne Heuschrecke, die grünen Tabakswanzen, einige Unkrautpflanzen und der Tabaksrost.

Die Ernte erfolgt durch das so genannte Brechen des Tabaks. Da die Tabakpflanze von unten nach oben reift, sollte mit dem Brechen auch unten begonnen werden. Meistens wird in drei Stufen gebrochen, zuerst Vorbruch, dann Mittelgut und zuletzt das Obergut. Nach der Ernte muss der Tabak noch getrocknet werden. Erst wenn die Blätter vollkommen getrocknet sich, können sie weiterverarbeitet werden.

 


Tabak