Ölfrüchte | Anbau Pflanzenschutz Ernte - Informationen


 

Bei den Ölfrüchten haben heutzutage lediglich noch der Raps und der Rübsen eine Bedeutung. Früher wurde auch noch der Leindotter, der Mohn, die Sonnenblume und der Ölrettich als Ölfrüchte angebaut. Die besten Böden und das ideale Klima für den Anbau von Raps und Rübsen finden sich an der Nord- und Ostsee.

Der Raps wird überwiegend als Winterraps angebaut, denn im Sommer ist der Ernteausfall sehr hoch. Der Raps ist eine sehr gute Ölpflanze, da seine Körner einen Fettanteil von rund 40 Prozent haben. Raps eignet sich vor allem als Vorfrucht für den Weizen, weil auf diese Weise der Befall durch Brand oder Rost entschieden gemindert werden kann. Beide Ölfrüchte gedeihen optimal in reiner Brache. Schlechtere Erträge werden dagegen erzielt, wenn der Raps auf halbreifem oder grünem Gemenge angebaut wird. Besonders gute Erträge können erzielt werden, wenn man die Bodenbeschaffenheit durch die Zugabe von Stalldünger und Ammoniak-Superphosphat verbessert.


 

Raps liefert zwar höhere Erträge als der Rübsen, doch sind die Pflanzen anfälliger gegenüber den Erdflöhen. Wenn man den Raps zu dicht sät, dann kann er später leicht faulen und wird zudem hochbeinig. Die Aussaat sollte am besten im August vorgenommen werden. Zum Zeitpunkt der Ernte sollte der Raps nicht zu reif sein, da sonst die Körner zu leicht herausfallen. Zu früh sollte die Ernte allerdings auch nichts erfolgen, da das Korn dann nicht genügend Öl enthält. Zum Dreschen muss der Raps vollkommen trocken sein, da die feuchte Saat leicht schimmeln würde.

Auch beim Rübsen gibt es eine Winter- und eine Sommerform. Auch beim Rübsen ist der Anbau im Winter unbedingt vorzuziehen. Mit dem Rübsen verhält es sich ähnlich wie mit dem Raps. Die Pflanzen werden nicht kräftig genug, wenn der Rübsen zu dicht gesät wird. Er sollte auch etwas später ausgebracht werden als der Raps, am besten Ende August bis Anfang September. Wenn Raps und Rübsen zu früh gesät werden, werden die Pflanzen häufig von Maden befallen. Die Erträge des Rübsens sind zwar geringer als die des Rapses, dafür können sie jedoch als sicher bezeichnet werden.

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