Der Hopfen | Anbau Pflanzenschutz Ernte - Informationen


 

Dem Hopfen kommt in der Landwirtschaft eine ganz besondere Bedeutung zu, da seine Blütendolden für das Brauen von Bier Verwendung finden. In der Blüte befindet sich das wichtige Lupulin, welches auch als Hopfenmehl bezeichnet wird. Es enthält Hopfenbittersäuren, Hopfenöl und Hopfenharz, welche dem Hopfen den typischen Geschmack verleihen.

Für den Handel ist es sehr wichtig, dass die Dolden sehr gleichmäßig und ausgeglichen sind. Sie müssen sehr elastisch sein, so dass sie nach dem Zusammendrücken wieder ihre vorherige Form annehmen. Die Dolden dürfen weder zu nass noch zu trocken sein, da unter beidem die Qualität leiden würde. Die Dolde sollte außerdem geschlossen sein und einen leichten Glanz aufweisen. Wenn sie sehr grün ist, wurde sie anscheinend zu früh geerntet, wenn die Stile zu lang oder zu kurz sind, wurde sie unsachgemäß gepflückt. Wenn die Dolden ordnungsgemäß gut geerntet und richtig getrocknet wurden, macht sich dies in einem guten Geruch bemerkbar.


 

Früher war den Landwirten vor allem an einem hohen Ertrag gelegen, während inzwischen eher die Qualität statt die Quantität zählt. Der Hopfen zeichnet sich durch eine große Ausdauer aus, muss jedoch vor starkem Wind geschützt werden. Am besten gedeiht er auf tiefgründigem, mildem Mittelboden. Es gibt verschieden Hopfensorten, die auch in Früh- und Spätsorten unterteilt werden. Der Frühhopfen mit seinen roten Reben ist meistens sehr ertragreich, wenn das Klima stimmt, er leidet jedoch stark unter schlechter Witterung. Einen wesentlich höheren Ertrag erzielt der Späthopfen.

Wenn man zum ersten Mal Hopfen anbauen möchte, stellt sich erstens die Frage nach der geeigneten Sorte und zweitens nach der passenden Erziehungsmethode. Wenn man sich entschieden hat, muss das Feld umgebrochen werden, ähnlich wie beim Weinbau. Beim Anbau von Hopfen empfiehlt sich eine Vorratsdüngung, bevor die Pflanzung im Frühjahr erfolgt. Zum Setzen der Pflanzen hebt man fußtiefe Gruben aus, wobei eine Pflanze 2,2 bis 2,5 Quadratmeter Platz benötigt. Frühhopfen benötigt etwas weniger Platz, während der Platz bei Späthopfen auch durchaus die 2,5 Quadratmeter überschreiten darf. Die Gruben werden anschließend mit gut kompostierter, lockerer Erde geschlossen, wobei die Pflanzen mit einigen Zentimetern Erde bedeckt werden.

Wenn die Pflanzen emporwachsen, werden sie an kleinen Stangen festgebunden. Einige Triebe der Pflanze werden abgeschnitten, damit daraus später neue Pflanzen entstehen können. Zum guten Gedeihen benötigt der Hopfen Kalk, dem man nach einer Bodenprüfung zuführen muss. Zusätzlich gibt man noch schwefelsauren Ammoniak oder Salpeter. Die Feinde des Hopfens sind die roten Spinnen, Blattläuse und Erdflöhe, die vor allem den jungen Pflanzen schaden. Nachdem die Ernte erfolgt ist, müssen die Dolden noch künstlich getrocknet werden, bevor sie zum Bierbrauen geeignet sind.

Hopfen