Die Hühnerhaltung | Die Isolierung und Inneneinrichtung des Hühnerstalls


 

Hühnerstall richtig isolierenIm Winter sollte der Hühnerstall zusätzlich isoliert werden. Am Abend sollten Fenster und Türen mit Strohballen oder -matten abgedichtet werden. Man kann auch Säcke oder Tücher vor die Fenster hängen, jedoch ist die Wirkung geringer. Im Stall kann Stroh ausgestreut und an den Ecken aufgeschichtet werden. Tücher oder Strohmatten sollten vor und über den Sitzstangen befestigt werden.

 

Auf jeden Fall sollte kurz gelüftet werden. Dabei darf kein Durchzug entstehen. An die Wände des Stalles können Strohballen gestellt werden. Hühnerställe, die auf erhöhten Fundamenten stehen, sollten von unten mit Stroh geschützt werden. Ist es dennoch im Stallinneren zu kalt, kann über den Sitzstangen eine Rotlichtlampe angebracht werden. So friert den Hühnern nicht der Kamm ab. Es gibt jedoch Hühnerrassen, die unempfindlich gegen Kälte sind.

 

Ist der Stall groß genug, so empfiehlt es sich, eine Trennwand mit einer Tür einzuziehen. So wird ein Vorraum geschaffen, in dem Gerätschaften, Futter usw. untergebracht werden können. Dieser Raum ist für die Hühner nicht zugänglich.

Die Grundausstattung für den Hühnerstall sollte zumindest Futter- und Trinkgefäße, Sitzstangen, Legenester und Kotablage umfassen.

Im Stallinneren kann ein Kasten aufgestellt werden, der den Hühnern zum Sandbad dient. Dazu kann eine Kiste gefüllt werden mit Sand, Holzasche, Staub oder einem daraus bestehenden Gemisch. Farnkraut oder getrocknete und zerriebene Kamille können zugesetzt werden. Für zehn bis fünfzehn Hühner genügt eine Größe von 60 x 120 cm und eine Sandtiefe von 20 cm. Ist der Auslauf ausreichend groß und für das Sandbaden ein geeigneter Platz vorhanden, ist solch ein Sandbadekasten nicht unbedingt erforderlich.

 


 

Der Innenausbau des Hühnerstalls

 

Beim Innenausbau sollten die Bedürfnisse der Hühner unbedingt berücksichtigt werden. Für den Menschen sollte das Arbeiten im Hühnerstall so einfach wie möglich sein. Füttern, Ausmisten und Eier holen gehören dazu. Dementsprechend sollte die Inneneinrichtung angeordnet sein. Die Einrichtung sollte übersichtlich und leicht erreichbar sein. Eine herausnehmbare Einrichtung erleichtert das Arbeiten. Die Einrichtungsgegenstände lassen sich so besser reinigen.

 

Die Hühner müssen ebenfalls leicht an Futtertrog, Trinkgefäß, Sitzstangen und Legenester gelangen. Im Winter muss auch der Sandbadekasten für die Hühner leicht erreichbar sein. Die Einrichtung sollte so angebracht werden, dass den Hühnern genügend Platz bleibt zum Scharren und als Bewegungsfreiheit.

 

Im Anschluss an das Dach des Hühnerstalles kann, wenn sich auf dieser Seite das Schlupfloch befindet, eine Voliere angebracht werden, die auf die Anzahl und die Größe der Hühner ausgerichtet ist. Sie sollte aus engem Drahtgeflecht gefertigt werden und absolut dicht sein. Sie ist geeignet, wenn man für mehrere Tage abwesend ist.

 


 

Sitzstangen und Kotablage im Hühnerstall

 

Hauptsächlich in der Nacht dient der Hühnerstall den Hühnern als Aufenthaltsort. Als Schutz vor Raubtieren, die in der Nacht aktiv sind, ist er unerlässlich. Wildhühner übernachten auf Bäumen. Diese Angewohnheit haben auch instinktiv die Haushühner. Man muss ihnen deshalb zum Übernachten eine erhöhte Sitzposition bieten.

 

Sitzstangen sollen zu diesem Zweck im Stall angebracht werden. In der Nacht geben die Hühner den meisten Kot ab, deshalb sollten die Sitzstangen nicht die gesamte Stallfläche überdecken. Der Schlafplatz sollte entlang der Wand angeordnet werden. Ein Abstand von 35 bis 40 cm zur Wand ist geeignet. Bei kleineren Rassen genügt ein Abstand von 20 cm. Untereinander sollten die Sitzstangen ebenfalls einen Abstand von 35 bis 40 cm haben. 

 

Die Sitzstangen sollten möglichst in der gleichen Höhe angebracht werden. Man kann dadurch Streitigkeiten unter den Hühnern um die beliebtesten Plätze verhindern. Bei Hühnern besteht eine Rangordnung. Die ranghöchste Henne darf den höchsten Platz einnehmen.

 

Sucht die ranghöhere Henne später als andere Hühner den Schlafplatz auf, vertreibt sie rangniedere Hühner von ihren Sitzstangen. Es kommt zu Streit und Aufregung unter den Hühnern. Darunter leidet die Legeleistung. Diese Streitereien können mit gleich hohen Sitzstangen vermieden werden. An die gleiche Höhe können sich die Hühner schnell gewöhnen.

 

Man kann die Sitzstangen auf zwei Lagerhölzer, die im Stallinneren auf einem Holzrahmen angebracht sind und die Vertiefungen haben, auflegen. Dazu müssen die Sitzstangen nicht festgenagelt werden. Kleingeschnittenes Stroh oder Torf kann unter den Sitzstangen ausgestreut werden. Das Verscharren der Einstreu und des Kotes auf der gesamten Stallfläche sollte verhindert werden durch ein hohes Brett. Dabei können sich die Hühner jedoch beim Umherlaufen auf dem Kot mit Krankheitskeimen infizieren.

 

Verhindern kann man dies durch eine Kotwanne oder ein Kotbrett unter den Sitzstangen. Die Hühner dürfen nicht in den Kot gelangen, da die Infektionsgefahr in diesem Falle noch größer ist. Deshalb sollte unter den Sitzstangen, auf der Kotwanne oder 20 cm über dem Kotbrett ein Maschendrahtgitter mit einer Maschenweite von 7 x 7 cm gespannt werden. So kommen die Hühner nicht in Berührung mit dem Kot.

 


Isolierung für den Winter und Inneneinrichtung