Weidenbau | Anbau, Pflanzenschutz, Ernte

Die Korbweide gedeiht auf fast jedem Boden, sie ist wenig anspruchsvoll was dessen Beschaffenheit angeht. Alldings verträgt sie keine Staunässe, unreifen Torfboden und lockeren Sandboden. Am besten gedeiht sie auf Ton-, Lehm- und Moorboden. Zur Vorbereitung genügt ein tiefes Umgraben, falls der Boden relativ leicht ist. Bei schweren und bindigen Böden, muss zwei Spaten tief rigolt werden. Steine und Wurzeln sollten bei der Vorbereitung des Bodens unbedingt entfernt werden. 

Die Bodenbearbeitung erfolgt kurz vor dem Winteranfang, damit der Acker gut durchfrieren kann. Wenn man Korbweide auf Wiesenland anpflanzen möchte, muss dieses erst eine Saison lang mit Hackfrüchten oder Lupinen bestellt werden, welche dann zur Gründüngung dienen. Erst im zweiten Jahr kann dann Korbweide angepflanzt werden.


 

Da eine Weidenanlage für die Dauer von rund 20 bis 30 Jahren angelegt wird, sollten nur die besten Stecklinge, also von gesunden, kräftigen Pflanzen verwendet werden. Das Pflanzmaterial sollte nur von Pflanzen gewonnen werden, welche nicht älter als zwei Jahre sind. Die 20 bis 30 Zentimeter langen Stecklinge sollten mit einem glatten Schnitt entnommen werden. Die Stecklinge werden dann am besten im Frühjahr gepflanzt, wenn der Boden im März oder April genügend abgetrocknet ist. 

Die Stecklinge werden in Reihen gepflanzt, wobei der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen 13 bis 15 Zentimeter betragen sollte. Der Steckling muss auf dem Boden des Pflanzloches aufstehen, damit kein Hohlraum darunter entsteht. Das dicke Ende zeigt nach unten, wobei der Steckling lediglich zwei bis drei Zentimeter aus der Erde schauen sollte.

 


 

Es gibt verschiedene Sorten von Korbweiden, so dass man die Auswahl danach treffen muss, für welchen Zweck der Anbau erfolgen soll. Es gibt Sorten, die sich eher für feinere Flechtereien eignen und Sorten, die für gröbere Korbwaren geeignet sind. Beim Weidenbau ist es sehr wichtig, Unkraut vom Feld fernzuhalten. Durch das Hacken kann außerdem noch eine Lockerung des Bodens erzielt werden. 

Die Weidenanalge sollte nur etwa alle drei Jahre gedüngt werden, am besten mit Stallmist, Jauche oder Kompost. Hauptsächlich Insekten schaden den Korbweiden, weshalb das regelmäßige Hacken auch wichtig ist, um die Puppen und Larven zu vernichten. 

Die Ernte der Weidenruten erfolgt nach dem Eintritt des Frostes, da dieser den Ruten noch die richtige Festigkeit und Robustheit verleiht. Bei der Ernte wird jede einzelne Rute dicht über der Erde vorsichtig abgeschnitten. Die Weidenernte dauert etwa von November bis Februar.

 


Weidenanbau