Klein, schädlich, lästig – die Flöhe

Die kleinsten Schädlinge gehören vielfach zu den lästigsten. Das trifft auch auf die Flöhe zu, die zu den sehr lästigen Parasiten und Gesundheitsschädlingen gehören. Flöhe sind flügellose Insekten, von denen es ca. 2.400 Arten gibt. Früher wurden zahlreiche gefährliche Krankheiten, wie beispielsweise die Pest, durch Flöhe übertragen.

Da der Floh nicht fliegen kann, verfügt er über besonders lange Hinterbeine und eine enorme Sprungfähigkeit. Die meisten Flöhe befallen Säugetiere und Menschen, ca. 94 %, nur 6 % der Flöhe dagegen sind bei Federtieren anzutreffen. Dabei sind die Flöhe durchaus nicht auf nur einen bestimmten Wirt spezialisiert.

Sie können, auch wenn bestimmte Arten bestimmte Tiere bevorzugen, mit Leichtigkeit auf einen anderen Wirt, somit auch auf den Menschen überwechseln. Sehr häufig werden behaarte Tiere von Flöhen heimgesucht. Insbesondere befallen die kleinen Blutsauger gerne Haustiere wie Hunde und Katzen, mögen aber auch Pferde und andere Fell tragende Tiere.  Zu erkennen ist ein Flohbefall bei Tieren, wenn sich diese sehr häufig scheuern und kratzen, oft sogar blutig kratzen, stellenweise Fell verlieren, sich kleine dunkle Stellen auf der Haut identifizieren lassen und Flohkot und Floheier als kleine dunkle und helle Punkte auf Schlafdecken von Haustieren auszumachen sind. 

Vorbeugen und eingreifen bei Flöhen

Gänzlich aus dem tierischen und menschlichen Umfeld lassen sich Flöhe nicht entfernen. Im Haus sollte zur Vorbeugung die hygienische Reinhaltung der Tieraufenthaltsplätze eingehalten werden, Decken und Teppiche sollten häufig abgesaugt werden. Haustiere sollten regelmäßig entwurmt und beim Auftreten von Flöhen mit Antiflohmitteln behandelt werden.

Je nach Art der Tiere und Gegebenheiten ihrer Haltung gilt eine hygienische Tierhaltung natürlich auch für alle in Ställen und im Freiland gehaltenen Nutztiere im landwirtschaftlichen Betrieb. Haustiere, die von einem Flohbefall betroffen sind, sollten gründlich behandelt werden.

Sehr wirksam sind hier Spot-On-Mittel, die tropfenweise dem Tier ins Genick geträufelt werden. Die Wirkstoffe solcher Präparate haben meist noch eine Breitbandwirkung gegen Zecken, Milben und andere Parasiten. Die Behandlung muss entsprechend den Angaben des Herstellers in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Diese Mittel wirken dann vorbeugend gegen erneuten Flohbefall.

Verschiedene wirksame Präparate gegen Flöhe

Chemische Mittel sind beispielsweise Pyrethroide oder Organophosphate. Es gibt verschiedene Silikatpulver, Flohhalsbänder, flüssige oder tablettenförmige Einnahmepräparate für Haustiere, Sprays wie Celaflor oder Inter Ex. Allgemein sind die meisten solcher Mittel sehr gut für die Tiere verträglich.

Bei Mitteln, die auf die Haut gegeben werden, sollte darauf geachtet werden, dass sie in den Nacken zu träufeln sind, damit die Tiere sie nicht ablecken können und dass sie wirklich auf die Haut und nicht nur oberflächlich auf sehr dickes Fell getropft werden.

Die Dosierungsanleitungen sind bei allen Mitteln gegen Flöhe und andere Parasiten sehr genau zu beachten. Die Mittel müssen insgesamt sicher vor Kindern bewahrt werden. Jungtiere, Welpen müssen bei Flohbefall dem Tierarzt vorgestellt werden.

Flöhe