Stickstoffdünger | Anwendung und Nutzen in der Landwirtschaft


Stickstoff im Getreideanbau

Gerade beim Getreideanbau ist der richtige Zeitpunkt der Stickstoffgabe enorm wichtig.

Stickstoff gehört zu den wichtigsten Nährstoffen einer Pflanzen, denn ohne diesen kann sie keine Eiweißstoffe produzieren, welche sie zum Wachstum dringend benötigt. Eine Pflanze kann sich ohne Stickstoff überhaupt nicht entwickeln. Je nach dem Zeitpunkt der Stickstoffdüngung, kann man die Pflanze unterschiedlich im Wachstum beeinflussen. Wenn man Getreidepflanzen am Anfang mit Stickstoff düngt, dann gibt es eine bessere Strohbildung. Werden diese Pflanzen jedoch in einem fortgeschritteneren Stadium gedüngt, wirkt sich dies positiv auf die Bildung der Körner aus.

Nicht jede Pflanze reagiert gleich auf den Einsatz von Stickstoffdünger. Wenn zum Beispiel bei der Gerste nur einseitig mit Stickstoff gedüngt wird, und es an Wasser, Phosphorsäure und Kali mangelt, dann ist das negativ, wenn die Gerste zum Brauen eingesetzt werden soll. Bei den Knollengewächsten, wie Kartoffeln und Zuckerrüben, wird durch eine Überdüngung mit Stickstoff eine Verminderung des Anteils an Kohlenhydraten erreicht. Die Zuckerrüben haben somit einen geringeren Zuckergehalt, den Kartoffeln mangelt es an Stärke. Deshalb muss der Einsatz von Stickstoff als Dünger sorgfältig abgewägt werden, vor allem auch der Zeitpunkt der Anwendung.


Stickstoff im Kartoffelanbau

Kartoffeln bringen durch die Gabe des richtigen Stickstoffdüngers reiche Erträge.

Eine Vorratsdüngung ist mit Stickstoff nicht möglich, da er bei Regen für die Pflanze verloren geht. Auch andere Voraussetzungen, wie die Feuchtigkeit und Durchlüftung des Bodens, aber auch die Tätigkeit der Bakterien, haben einen großen Einfluss auf die Wirkung des Stickstoffes.
Somit ist es nicht möglich, eine bestimmte Menge an Stickstoff vorzugeben. Jeder Landwirt muss sich nach der anzubauenden Pflanze, dem Zustand des Bodens, der Vorfrucht und den gewünschten Erträgen richten.
Desweiteren muss er auch das Klima, die Lage des Feldes und die Bodenbeschaffenheit berücksichtigen.

Keine Pflanze kommt ohne Stickstoff aus, doch nicht jede Pflanze benötigt für das Wachstum die gleiche Menge. Von Natur aus sind alle Böden arm an Stickstoff, jedoch kann bereits durch die Gründüngung eine höhere Anreicherung erreicht werden. Stickstoffdünger enthalten den Stickstoff in Form von Ammoniak, organischen Substanzen oder als Salpetersäure.
Ammoniak wird durch Salpeterbakterien im Boden in Salpetersäure umgewandelt und kann dann von den Pflanzen aufgenommen werden. Eine optimale Durchlüftung, Feuchtigkeit, mäßige Wärme und ein guter Kalkgehalt können diesen Vorgang begünstigen. Organische Substanzen müssen erst verwesen, damit der darin enthaltene Stickstoff frei werden kann. Erst dann kann sich Ammoniak bilden, welcher dann in Salpetersäure umgewandelt wird.
Somit kann man zwischen leicht- und schwerlöslichen Stickstoffdüngern unterscheiden. Leichtlösliche Stickstoffdünger sind Norgesalpeter, Deutscher Salpeter, Kalkstickstoff und schwefelsaures Ammoniak. Schwerlösliche Stickstoffdünger sind unter anderem Fisch-, Leder-, Körper- und Blutmehl, Peruguano und Wollstaub.

Stickstoffdünger