Stallmist als Dünger eingesetzt, stärkt das Wachstum der Pflanzen enorm.


Stallmist als natürlichen Dünger - ideal in der Landwirtschaft und dem Ackerbau

 

Stallmist als natürlicher Dünger

Bei der Tierhaltung fällt im Laufe des Jahres oft genug Stallmist an.


Der Stallmist ist eindeutig der beste Dünger, welchen ein Landwirt benutzen kann. Er verbessert die Beschaffenheit des Bodens nachweislich und steigert somit die Ertragsfähigkeit. Stallmist ist jedoch nicht gleich Stallmist, sondern er muss auch optimal behandelt werden, damit er nutzbringend ist. Im Stallmist sind alle notwendigen Nährstoffe enthalten, welche Pflanzen zum Gedeihen benötigen. Sie sind jedoch nicht immer für jede Pflanzenart in ausreichender Menge vorhanden. Jede Pflanze hat unterschiedliche Ansprüche, diesen muss auch der Stallmist genügen, wenn er als Dünger eingesetzt werden soll. Falls der Stallmist nicht alle Nährstoffe in ausreichendem Maß enthält, kann die Zugabe von Handelsdünger helfen.


Besonders wichtig beim Stallmist sind die Bestandteile, welche die Humusbildung fördern, denn dadurch wird der Boden maßgeblich verbessert. Durch Humus wird der Boden erwärmt, der Sauerstoffgehalt wird erhöht, und auch die Beschaffenheit des Bodens wird verbessert. Sandboden kann dadurch besser das Wasser speichern und ein schwerer Boden wird wesentlich lockerer. Mit dem Humus gelangen auch viele wichtige Bakterien in den Boden, die bei der Umwandlung von Bestandteilen in wertvolle Nährstoffe helfen. Damit diese positiven Effekte erreicht werden können, bedarf es jedoch einer guten Vorbereitung des Ackerbodens. Der Boden muss bewässert, gelockert und mit Kalk angereichert werden.


Stallmist als Dünger - im Ackerbau unverzichtbar


Natürlicher Dünger und Kunstdünger

Doch auch der Nährstoffgehalt des Stallmistes ist nicht immer gleich, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie ist die Qualität des Tierfutters auch für die Qualität des Stallmistes verantwortlich.
Der Dünger von Jungtieren ist längst nicht so gehaltvoll, wie der von Masttieren, da die jungen Tiere viel Phosphorsäure und Stickstoff für das Wachstum benötigen, welche dann im Dünger fehlen.
Wenn das Futtermittel viele Mineralstoffe und Stickstoff enthält, dann ist der Stallmist besonders wertvoll als Dünger. Eine positive Wirkung auf den Stallmist haben vor allem so genannte Kraftfuttermittel, da diese sehr reich an Eiweiß sind.




Auch das verwendete Streumaterial hat eine Auswirkung auf die Qualität des Stallmistes. Es muss vor allem viel Feuchtigkeit aufnehmen können.
Verwendet werden vor allem Stroh, Sägespäne, trockenes Laub, Waldstreu oder Torf. Am gängisten ist sicher das Stroh, welches am besten relativ kurz geschnitten wird, damit es sich besser verteilen lässt und die Feuchtigkeit besser aufnimmt.
Auch der Dünger lässt sich später leichter verteilen, wenn das Stroh zerkleinert wurde. Noch saugfähiger als das Stroh ist die Torfstreu, welche etwa das achtfache an Wasser aufnehmen kann. Wenn man Torfstreu einkauft, sollte der Feuchtigkeitsgehalt jedoch nicht über 25 % liegen. Der Torfstreu ist also eine optimale Alternative, wenn in einem Jahr nicht genügend Stroh vorhanden sein sollte. Die anderen Streumaterialien werden nur zur Not eingesetzt.


Düngemittel für gutes Wachstum

Auch Pilze wachsen auf gut gedüngten Wiesen freudig.

Damit die Nährstoffe im Stallmist nicht vorzeitig zersetzt werden, muss den Bakterien, die an diesem Prozess beteiligt sind, Einhalt geboten werden. Zum Gedeihen benötigen die Bakterien Sauerstoff, so dass der Landwirt dafür sorgen muss, dass der Dünger nicht der Sonne, dem Licht und der Luft ausgesetzt ist. Auch durch die Zugabe von Jauche kann die Luftmenge im Stallmist verringert werden. Deshalb sollte der Lagerplatz des Stallmistes sich möglichst neben der Jauchegrube befinden. Wenn der Lagerplatz etwas abschüssig ist, kann die überflüssige Jauche gleich wieder in die Grube fließen und geht nicht verloren. Der Lagerplatz wird am besten mit einem Dach versehen und von einer Mauer umgeben. Wenn der Platz ausreicht, sollte immer wieder eine Lage Erde oder Torfstreu auf den Stallmist gegeben werden, damit er konserviert wird.

Auch beim Verteilen des Düngers auf dem Feld sollte der Landwirt darauf achten, dass er erst verteilt wird, wenn er anschließend gleich untergepflügt werden kann. Kann der Dünger nicht gleich untergebracht werden, so sollte alles auf einem Haufen abgeladen, und anschließend mit einer Schicht Erde abgedeckt werden. Der Stallmist wirkt rund drei Jahre als Dünger, er darf jedoch nicht zu tief untergepflügt werden, da die Bakterien zur Zersetzung Sauerstoff benötigen. Bei einem leichten Boden kann der Stallmist tiefer untergepflügt werden, als bei einem schweren. Der Stallmist sollte auch lange genug verrottet sein, damit er gehaltvoll und nutzbringend ist.

Stallmist als Dünger