Der Kompost als Düngemittel im Ackerbau


Kompost als natürlicher Dünger

Ein Komposthaufen ist in jedem Garten und auf jedem Bauernhof zu finden

Kompost gehört zu den bewährten natürlichen Düngern, doch er muss richtig zubereitet werden, damit er einen großen Nutzen für den Ackerboden hat. Für den Komposthaufen sollte möglichst ein schattiger Platz gewählt werden, damit die Sonne ihn nicht austrocknet, und somit die Verwesung negativ beeinflusst. Auf den Kompost gehören Küchen- und Gemüseabfälle, Unkraut, Knochen, Asche, Laub, verdorbene Futtermittel, Häute, Haare, Schlachtereiabfälle und Kehricht. In all diesen Stoffen ist Phosphorsäure, Stickstoff und Kali enthalten, was sehr wichtig für die Düngung ist.

 

Würde man diese Abfälle allerdings direkt auf die Erde geben, würden sie sich im Boden nur sehr langsam zersetzen. Auf dem Kompost schreitet die Verwesung dagegen sehr rasch voran, so dass diese Substanzen gelöst werden, so dass die Pflanzen sie besser aufnehmen können. Die Stoffe müssen teilweise mehrere Jahre gelagert werden, ein häufiges Umstechen des Haufens ist unabdingbar. Um den Fäulnisprozess zu beschleunigen, sollte der Komposthaufen auch ab und zu mit Jauche oder Fäkalienflüssigkeit getränkt werden, denn dann bildet sich guter Humus und Feinerde. Auch der Einfluß der Luft und die Einwirkung des Frostes im Winter tragen zur raschen Verwesung der Stoffe bei.


Komposttonne für Kleingärtner

Eine Komposttonne nutzen viele Kleingärtner

Ein Komposthaufen sollte eine Mindesthöhe von einem Meter und eine Breite von zwei Metern haben. Das Fundament des Haufens sollte gute Komposterde bilden, wofür sich vor allem Kalkschutt, Kehricht, Moorerde, Asche oder Schlamm anbieten. Die Stoffe werden dann zerkleinert, um sie auf dem Haufen übereinander schichten zu können. Zwischen den einzelnen Schichten sollte sich immer eine dünne Schicht Erde befinden. Zuletzt wird der Komposthaufen mit einer Schicht Erde bedeckt und mit Wasser oder Jauche übergossen. Der Komposthaufen muss dann stets feucht gehalten werden, um die Verwesung der Stoffe zu begünstigen. Nach rund acht Wochen wird der Haufen dann umgestochen und erneut mit Jauche oder Wasser übergossen.

In regelmäßigen Abständen muss der Komposthaufen nun umgestochen werden, bis ein krümeliges Material entstanden ist. Der Komposthaufen kann auch mit Kürbissen bepflanzt werden, um den Haufen zu beschatten. Allerdings gehen durch diese Maßnahme auch einige wichtige Nährstoffe verloren. Der Kompost ersetzt zumindest teilweise den Stallmist als Dünger, denn er hat den Vorteil, dass die Feinerde vermehrt wird, und der Humusanteil des Bodens steigt.


Kompost als Düngemittel