Die Hühnerhaltung | Die Schlachtung


 

Hühner SchlachtungDie Hennen schlachtet man, wenn sie nicht mehr legen. Wenn man das ganze Jahr über frische Eier haben will, so muss man für Nachfolge sorgen. Stellen die Hennen das Legen ein, müssen die jungen Legehennen bereitstehen.

 

Damit der Stall nicht überfüllt ist und die neuen Legehennen nicht gestresst werden, sollten ältere und leistungsschwache Hühner geschlachtet werden. Mehrere geschlechtsreife Hähne stören das natürliche Hühnerleben. Sie sollten geschlachtet werden, um Stress zu vermeiden. Nicht alle Nachbarn akzeptieren das ständige Krähen.

 

Schlachten kann man die Hühner selbst, man kann es jedoch auch von einem Fachmann ausführen lassen. Grundsätzlich sollte das Töten schnell und schmerzlos erfolgen. Dies ist im Tierschutzgesetz vorgeschrieben und unbedingt einzuhalten.

 

Fühlt man sich am Anfang noch unsicher, sollte man jemanden, der Erfahrung hat, um Mithilfe bitten.


 

Das geschlachtete Huhn sollte appetitlich aussehen. Es sollte nicht blutverschmiert sein, die Haut sollte nicht eingerissen sein und keine blauen Flecken haben. Steckengebliebene Federkielen lassen das geschlachtete Tier nicht appetitlich aussehen.

 

Werden die Hühner geschlachtet, müssen Darm und Kropf leer sein. Die Hühner sollen 12 Stunden vor dem Schlachten kein Futter mehr aufnehmen können. Das Huhn sollte zum Schlachten am besten frühmorgens aus dem Stall genommen werden, wenn es noch dunkel ist und die anderen Hühner nichts sehen. Damit das Huhn nicht zu sehr gestresst und verängstigt wird, muss alles schnell gehen. Dazu ist alles bereit zu legen, was zum Schlachten benötigt wird. Ein Holzklotz, ein Beil, ein Eimer, ein scharfes Messer und eine Schüssel mit warmem Wasser werden gebraucht.

 

Muss das Huhn erst eingefangen werden, bedeutet das Stress für das Huhn. Die Muskulatur ist verkrampft, es blutet nicht vollständig aus und lässt sich schwerer rupfen. Das Schlachten sollte daher um einen Tag verschoben werden. Ohne Betäubung darf nicht geschlachtet werden.

 

Das Huhn wird mit dem Kopf unter der Jacke aus dem Stall gebracht. Mit dem linken Arm umgreift man die Beine zusammen mit den Flügeln. Das Huhn wird betäubt durch einen kräftigen, gezielten Schlag mit einem Holzstück auf den Hinterkopf. Mit dem Kopf legt man nun das Huhn auf den Holzklotz und verlängert den Hals durch Ziehen am Kamm. Man durchtrennt den Hals durch einen kräftigem Schlag mit dem Beil. Der Kopf fällt zu Boden, das Tier blutet aus.

 

Man kann auch ein Huhn töten, indem man es betäubt, seine Beine mit der linken Hand, den Hals mit der rechten Hand umgreift, dass der Kopf zwischen den beiden mittleren Fingern hervorsteht. Man dreht und beugt den Kopf des Huhns nach hinten, so lange, bis man fühlt, dass der Wirbel bricht. Die Halsschlagader wird mit einem scharfen Messer durchtrennt, das Huhn blutet aus. Das Huhn sollte in einen Eimer gehalten werden, in den das Blut hineintropft.

 


 

Rupfen und Ausnehmen des geschlachteten Huhnes

 

Ist das Huhn ausgeblutet und noch warm, beginnt man mit dem Rupfen. So lassen sich die Federn leicht entfernen. Um die Haut nicht zu zerreißen, muss man vorsichtig arbeiten. Damit durch das Erkalten und Erstarren des Huhns die Arbeit nicht erschwert wird, muss es schnell gehen. Das Trockenrupfen ist zwar mühsam, jedoch sieht das Huhn danach sauber und appetitlich aus.

 

Will man schneller arbeiten, übergießt man das Huhn, nachdem es grob gerupft wurde, mit heißem Wasser oder taucht es für ca. eine Minute hinein. Die Federn lassen sich leicht herausziehen. Die Haut kann jedoch schnell einreißen.

 

Schwanz- und Flügelfedern werden büschelweise in Wuchsrichtung ruckartig ausgezupft. Mit der anderen Hand wird die Haut, damit sie nicht einreißt, straff gespannt. Die Brustfedern werden in Richtung zum Schwanz gerupft, die Rückenfedern in Richtung zum Kopf. Es folgen Hals- und Beinfedern. Mit einem Messer entfernt man Härchen und Federkiele. Mit einer Flamme werden zum Schluss die feinen Härchen abgesengt.

 

Zum Ausnehmen wird ein sehr scharfes Messer benötigt. Am Nackenansatz wird es angesetzt. Man schneidet unter der Haut hoch bis zum Hals. Der Halswirbel wird am unteren Ende mit Geflügelschere oder Messer abgetrennt. Den rechten Zeigefinger führt man ein und bewegt ihn so, dass alle Innereien abgetrennt werden. 

 

Anschließend schneidet man zwischen Kloake und Schwanz ein und um den Afterring herum. Dabei darf der Mastdarm nicht verletzt und noch nicht abgetrennt werden. Man zieht vorsichtig den After mit den anhängenden Gedärmen aus dem Schwanzende. Es folgen Muskelmagen, Lunge und Herz.

Entfernt man die Leber, muss man darauf achten, die Galle nicht zu verletzen. Man trennt sie behutsam von der Leber, damit keine Flüssigkeit ausläuft und Teile des Fleisches ungenießbar macht.

 

Man kann auch bis zum Brustbein aufschneiden und dann den Darm herausziehen. Man greift tief in den geöffneten Körper und entnimmt Leber, Magen und Herz. Mit einem geschickten Handgriff können auch alle Innereien auf einmal herausgenommen werden.

 

Die Lunge kann herausgenommen werden, muss aber nicht. Will man auch den Hals verwerten, schneidet man den Kropf auf und säubert ihn mit Wasser. Luft- und Speiseröhre werden entfernt.

 

Der Magen wird an der schmalen Seite aufgeschnitten. Zusammen mit der gelblichen Haut und der Reibeplatte wird der Mageninhalt herausgenommen.

 


 

Die Schlachtung der Hühner