Die Hühnerhaltung | Die Brut kann beginnen!

 

Hühner richtig brütenIn der Frage, wie alt das Ei sein darf, wenn man es für die Brut nutzen will, scheiden sich die Expertenaussagen. Bebrütet eine Henne ihre selbstgelegten Eier, kann das Eierlegen etwa 15 Tage lang dauern. Eine Henne legt so viele Eier, wie sie ausbrüten kann, ohne dass dabei ein Ei zu wenig Wärme abbekommt. Ist ein Ei 15 Tage alt, gilt es für die Brut folglich noch als frisch.

 

Die weitere Entwicklung eines Eies ist unterbrochen, sobald es gelegt ist und die Henne das Nest verlässt. Bleibt die Henne auf dem Ei sitzen und liefert die notwendige Wärme, wird die Entwicklung wieder aufgenommen. Eine Henne, die zur Brut neigt, bleibt in der Regel erst nach 14 Tagen ihrer Legetätigkeit auf den Eiern sitzen. Dann ist sie voll im Brutfieber.

 

Wurden die Eier richtig gelagert und immer wieder gewendet, können sie auch noch gute Schlupfergebnisse bringen, wenn sie bereits vier Wochen alt sind. Sie sollten jedoch etwas aufgefrischt werden. Die Eier sollten dazu drei Stunden lang in 36 °C bis 38 °C warmes Wasser gelegt werden. 

 

Wasser, was in der Zwischenzeit verdunstet wurde, können sie so wieder aufnehmen. Diese Methode verspricht für die natürliche Brut mehr Erfolg als für die künstliche Brut.

 


 

Der Kauf der Eier, was ist zu beachten?

 

Man sollte sich bereits vor dem Kauf der Eier entschieden haben, wo sie ausgebrütet werden sollen. Sie können in einem Brüter des örtlichen Geflügelzuchtvereins oder in einer Brutmaschine zu Hause ausgebrütet werden. Plant man die Anschaffung eines Brutapparates, sollte man sich sicher sein, ob man genügend Zeit hat für die sachgemäße Bedienung und für die Brutpflege. 

 

Ist dies nicht gegeben, sollten die Eier in einer vereinseigenen Brutmaschine oder in einer gewerblichen Brüterei ausgebrütet werden. Die durchschnittliche Brutdauer beträgt 21 Tage.

 

Oftmals werden nur 50 % der ausgebrüteten Küken Hennen. Will man die Hühner der Eier wegen halten, ist diese Ausbeute an Hennen zu wenig und zu unsicher. Dieses Argument spricht gegen das Ausbrüten.

 

Auf Geflügelmärkten kann man mit etwas Glück manchmal gesunde und schöne Hühner kaufen. Zumeist werden dort jedoch alte Hühner oder Rassehühner, die nicht die Anforderungen des Rassestandards erfüllen, angeboten, häufig auch überschüssige Hähne.

 


 

Kauf von Eintagsküken

 

Nur für diejenigen, die sich für spezielle Rassen interessieren sowie für die Entwicklung des Huhnes vom Schlupf bis zum erwachsenen Tier, ist das Ausbrüten von Eiern interessant. Handelt es sich um eine seltene Rasse, ist es nicht ganz einfach, Eier und noch dazu die entsprechende Zahl zu erhalten. Dazu sollte man sich an einen erfahrenen Rassegeflügelzüchter wenden.

 

Dies ist allerdings noch keine Garantie, auch genügend Eier zu bekommen. Rassegeflügelzüchter sammeln die Eier für die eigene Nachzucht im Frühjahr und haben nicht immer die gewünschte Zahl an Eiern vorrätig. Nicht immer möchten sie die Eier abgeben.

 

 

Eine Alternative ist der Kauf von Eintagsküken. Für diejenigen, denen der Kauf von befruchteten Eiern und damit das Ausbrüten zu umständlich ist, ist es empfehlenswert, Eintagsküken zu kaufen.

 

Hat man sich für eine spezielle Rasse oder gar für eine seltene Rasse entschieden, steht man auch hier oft vor einem ähnlichen Problem wie beim Kauf von befruchteten Eiern einer seltenen Rasse. Man wird nicht viele Züchter finden, die bereit sind, kurz nach dem Ausschlüpfen Küken in einer bestimmten Anzahl abzugeben, denn meist benötigen sie die Küken für die Zucht.

 

In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen ist es kaum möglich, Hennen und Hähne exakt voneinander zu unterscheiden. Eine exakte Entscheidung können nur geschulte Fachleute von großen Brütereien bei Eintagsküken vornehmen. Dort erhält man daher am ehesten die Anzahl an Hennen und Hähnen, die man wünscht.

Bei Eintagsküken ist es sicherer, entsprechend viele Hennen zu erhalten, als bei auszubrütenden Eiern. 

 


 

Sowohl Küken als auch Eier kann man sich zuschicken lassen. Man sollte sich dafür an einen professionellen Züchter wenden, der die Küken in einem vorschriftsmäßigen Versandkarton verschickt. Ein Kükenversandkarton ist stabil und mit Löchern versehen. Verluste beim Transport gehen in der Regel zu Lasten der Versandfirma oder des Kükenversenders. Besser ist es, wenn die Möglichkeit besteht, die Küken selbst abzuholen.

 

Die Aufzucht durch eine Glucke ist besser als der Kauf von Hühnerküken. Die Aufzucht der Hühnerküken ohne Glucke ist jedoch oft notwendig, da brütende Hühner immer seltener werden. Die Aufzucht mit einer Glucke ermöglicht den Küken einen besseren Start in das Hühnerleben und ist zudem sicherer und leichter als die künstliche Aufzucht.

 


 

Die Brut kann beginnen!