Die Hühnerhaltung | Der Kauf von Junghennen

 

Junghennen kaufenJunghennen sind aufgrund ihres Alters entsprechend teurer als Eintagsküken. Im Alter von drei bis sieben Monaten werden sie gekauft. Man spricht jedoch schon ab der achten Lebenswoche von Junghennen und Junghähnen. Junghennen sind robust, vital, nach kurzer Zeit ausgewachsen und beginnen bald zu legen. Man kann sie geschlechtsmäßig nicht mehr verwechseln. Gesundheitlich sind sie so stabil, dass man kaum noch mit Verlusten rechnen muss.

 

Hennen kann man rein äußerlich von Hähnen unterscheiden in einem Alter von vier bis sechs Wochen. Der Hahn hat bereits einen stark ausgeprägten Kamm. Schwierig ist es, den Gesundheits- und Leistungszustand der Hennen zu erkennen. Nur erfahrene Züchter können eine Junghenne richtig beurteilen bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit, da sich das äußere Erscheinungsbild während des Entwicklungsprozesses deutlich verändert.

 

Beim Kauf von Junghennen ist es ratsam, einen erfahrenen Züchter mitzunehmen. So kann man sicher sein, keine Ausschussware zu erhalten. Es gibt Züchter, die zufrieden sind, mangelhafte Tiere verkaufen zu können.

 

In Vermehrungsbetrieben bekommt man fast das ganze Jahr über Jungtiere, aber auch legereife Hennen, besonders Hybriden. Rassereine Tiere aus der Kunstbrut kann man dort auch erhalten.

 


 

Der Kauf bei einem Züchter!

 

Züchter geben legereife Rassehennen oft erst nach Rassegeflügelschauen im Herbst ab, auf denen die Tiere prämiert werden sollen. Will man legereife Rassehennen kaufen, ist der Spätherbst die günstigste Zeit.

 

Will man im Frühjahr mit der Hühnerhaltung beginnen und dazu Junghennen aus artgerechter Haltung erwerben, ist es schwierig, sie vom Züchter zu erhalten. Dies liegt daran, dass Hühner aus der Frühjahrsbrut vitaler und widerstandsfähiger sind und sich schneller entwickeln als diejenigen aus der Sommerbrut. Junghennen, die im Frühjahr vier bis fünf Monate alt sind, sollte man nicht kaufen, da sie im Spätherbst geschlüpft sind und nicht aus artgerechter Naturbrut stammen.

 

Will man legereife Hennen oder Alttiere kaufen, kann man dies das ganze Jahr über. Geflügelmärkte von Geflügelzuchtvereinen bieten das gesamte Jahr über Hühner an. Man kann in Gesprächen mit Besuchern des Marktes und mit den Verkäufern schnell an die gewünschten Hühner gelangen. Wird die gewünschte Rasse nicht angeboten, kann man dort erfahren, wer sie in der näheren Umgebung züchtet. Hat man mit dem Züchter ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut, ist es für den Züchter umso schwieriger, mangelhafte Tiere zu verkaufen. 

 

Wirft man einen Blick in den Hühnerstall und in den Garten, kann man sehen, ob die Hühner artgerecht gehalten werden und sich in gutem Zustand befinden.

Beim jeweiligen Vereinsvorsitzenden kann man sich die Tauglichkeit der Tiere für die Zucht bestätigen lassen und Auskunft erhalten über Prämierungen und die Fähigkeiten des Züchters. Dies hilft beim Kauf von Elterntieren als Rassehühner.

 


 

Kauf von Glucken

 

Ältere Hennen eignen sich nicht mehr für die Linienzucht, sondern nur noch zur Auffrischung der Bruthühner. Die Legefähigkeit lässt nach. Für den Einstieg in die Hühnerhaltung lohnt die Anschaffung von Althühnern nicht. Handelt es sich jedoch um ein Einzeltier oder eine Glucke mit Junghühnern, die sich bereits bewährt hat, kann man sich für solch ein Tier entscheiden.

 

Im Frühjahr kann es passieren, dass eine Henne auf dem Nest sitzen bleibt und glucksende Laute von sich gibt. Sie signalisiert, dass sie für die Brut bereit ist. Haben bei einem Hühnerhalter gleich mehrere Hennen Lust zum Brüten, kann man eine Glucke kaufen oder ausleihen. In Fachzeitschriften oder auf Geflügelbörsen kann man erfahren, wo Glucken angeboten werden.

 

Man sollte schnell handeln, da die Brutlust nicht von besonders langer Dauer ist. Die Eier der gewünschten Rasse müssen schnell besorgt werden, das Nest ist herzurichten.

 

Große Brütereien verschicken Glucken per Fracht. Dies ist keine Garantie, dass das Brutfieber während des Transportes bestehen bleibt und die Henne nicht vom Nest aufsteht. Dies muss nicht an der Henne liegen, sondern kann auch durch die ungewohnte Umgebung ausgelöst werden.

 

Glucken werden in speziellen Gluckenversandkartons geliefert. Damit die Henne während der Fahrt nicht von ihrem Bruttrieb abgelenkt wird, können auf Wunsch Eintagshähnchen beigegeben werden. Nutzt man die Glucke zum Brüten, müssen jedoch anschließend die Hähnchen ohne sie aufwachsen. Die Hähnchen dürfen auf keinen Fall getötet werden, denn es sind Tiere, denen man eine Chance zum Weiterleben geben muss.

 

Glucken zum Brüten oder Führen der Eintagsküken werden von Unternehmen, die auf Rassegeflügelzucht spezialisiert sind, zum Preis von ca. 10,00 € je Tier angeboten. Ab Januar kann man unsortierte Eintagsküken zum Preis von je 2,00 €, sortierte zum Preis von je 4,00 € erhalten. Sie sind schutzgeimpft, was bei Züchtern nicht immer der Fall ist.

 


 

Aus 15 untergelegten Eiern entwickeln sich meist nicht mehr als sechs bis sieben Hennenküken, es sind auch noch weniger möglich.

Hat man eine Glucke mit Küken, ist es bald an der Zeit, heranwachsende Hähnchen von den Hennen zu trennen. Es kommt sonst zu Streitigkeiten und sexuellen Belästigungen der Junghennen. Man kann die Hähnchen zu gegebener Zeit schlachten, aber auch verkaufen oder verschenken.

 

Nun ist der Anfang für die Hühnerhaltung gemacht. Eier, Küken, Junghennen oder Alttiere sind vorhanden oder eine Glucke mit Eiern oder Eintagsküken. Das Bebrüten der Eier steht an oder die Aufzucht der Küken durch eine Glucke. Junghennen wachsen heran zu legereifen Hennen, deren Eier man verwenden kann in der Küche oder unter deren Eiern man im Frühjahr eine Auswahl zum Bebrüten treffen kann.

 


 

Kauf von Junghennen