Den Kreislauf der Natur besser verstehen


Artgerechte Tierhaltung sollte eine Grundeinstellung sein.

In der Natur ist ein Grundsatz, dass Materie weder erschaffen noch verschwinden kann. Sie wird lediglich umgeformt.
Um die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten und zu verbessern, sollte man einige Kenntnisse über die Kreisläufe der Natur erlangen. Die Anwendung wird schnell Früchte tragen.
Die absolut wichtigsten Prozesse auf der Erde benötigen große Mengen an Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Die nötige Energie wird durch die Zuckerverbindungen bereitgestellt. Die Entstehung von Zucker in Pflanzen haben Sie sicher schon unter den Begriff der Fotosynthese kennengelernt.
Stickstoff läßt sich nur sehr schwer verfügbar machen.
Der, in der Luft enthaltene Stickstoff, ist für Pflanzen und Tiere nicht aufnehmbar. Dieser Stoff muß in wasserlöslicher Form vorliegen. Nur einige Bakterien und Microorganismen vermögen den Umbau des Stickstoffs zu vollziehen. In gesunden Böden sind Milliarden solcher Bakterien vorhanden. Tiere sind auf den Stickstoff, der in Pfanzen gebunden ist, angewiesen.
Im folgenden wird ein nachhaltiges Model für die Feldwirtschaft vorgestellt.


Ökologische Landwirtschaft im 18. Jahrhundert


Der Ackerbau sollte abwechslungsreich sein. Gerade bei den kleinen Flächen der Selbstversorger ist dies wichtig.

Im 18. Jahrhundert wurde die Landwirtschaft in vielen Punkten modernisiert und erneuert.Ein Model, welches damals große Verbreitung erfuhr, ist der Vier-Jahreszyklus in der Feldwirtschaft.

1. Einjähriger Kleegrasanbau
Klee und Gras werden zusammen ausgesät und als Weide bzw. zur Heugewinnung genutzt. Viehdung wirkt sich genauso positiv aus, wie die Bindung des Stickstoffes, durch Bodenbakterien.
Zum Ende der Weidesaison wird die Weide umgepflügt.

2. Hackfruchtanbau
Die klassischen Hackfrüchte sind die Rüben und Runkeln, Kartoffeln und auch Kohlsorten. Diese Pflanzen müssen, wie der Name schon sagt, regelmäßi gehackt werden. der gesamte Dünger und Dung wird für die angebaute Kultur eingesetzt, da Unkraut durch das Hacken im Wachstum gestört sind und sich nicht entwickeln.

3. Die Winterung
Hierbei wurden vorwiegend Getreidesorten im Herbst ausgebracht. Durch die Hackfrüchte und die Weidenutzung ergaben sich viele Vorteile. Die Weidenutzung brachte verstärkt Nährstoffe und die Hackfrüchte senkten den Unkrautdruck. Die Getreideernten waren daher recht üppig.

4. Die Sommerung
Hier verbanden sich nun wieder viele Vorteile. Hafer, Sommerweisen oder Sommergerste wurde ausgebracht und gesät. Zusätzlich wurden aber noch Kleegras mit breit eingesät. Das Kleegras konnte nun, da es eh langsamer wächst, sich zwischen dem Getreide entwickeln. Nach der Ernte stand dem Bauern so eine optimale Weide zur Verfügung. So schließt sich der Kreis des Vier-Jahreszyklus wieder.


Man erkennt unschwer, dass ein Abschnitt nicht nur sich selbst dient, sondern auch den folgenden Abschnitt vorbereitet.
In der damaligen Zeit wurden so Ernten mit ca. 2 Tonnen pro Morgen Land erwirtschaftet. Sicher nicht zu vergleichen mit heutigen Ergebnissen Dennoch, in Anbetracht, dass es damals keinerlei chemische Mittel gab ist es beeindruckend.

Die Kreisläufe der Natur und die Landwirtschaft