Durch Bodenaufwertung im Ackerbau das Pflanzenwachstum verbessern


Gezielt düngen wirkt sich sehr positiv auf den Boden und die Erträge aus.


Nicht jeder Boden eignet sich auf Anhieb für den Ackerbau, so dass viele Landwirte den Boden erst verbessern müssen, um ihn nutzbar zu machen. Es bedarf einiges an Arbeit, um aus einem wenig für den Ackerbau geeigneten Boden, einen Kulturboden zu machen. Es kostet natürlich auch einiges an Geld, so dass es auch zu einer enormen finanziellen Belastung werden kann. In einigen Fällen helfen auch die größten Anstrengungen nicht, um den Boden ausreichend zu verbessern. Nach einer Bodenverbesserung ist auch eine größere Anstrengung notwendig, um diesen Zustand dauerhaft zu erhalten, auch ein Mehrbedarf an Düngemitteln ist häufig mit einzukalkulieren.


Ruhephasen nach der Ernte sollten nicht zu lange dauern, um die Verwitterungen zu minimieren.


Ein wichtiger Punkt bei der Verbesserung des Bodens ist die optimale Wasseraufnahmemenge, denn ein zu trockener Boden ist ebenso schlecht wie ein zu nasser. Pflanzenwurzeln, welche ständig im Wasser stehen, werden anfällig, es können sich Pilzsporen bilden. Nützliche Bakterien können sich in dermaßen nassem Untergrund nicht halten und der Sauerstoffgehalt der Erde ist sehr gering. Hier hilft dann nur eine Entwässerung des Grundstückes. Wenn das Gelände abschüssig ist, kann das Anlegen eines Sammelgrabens Abhilfe schaffen. Ansonsten kann eine Drainage sehr hilfreich sein. Oftmals befindet sich unter einer sehr nassen Stelle eine undurchlässige Schicht aus Sand oder Kies. In diesem Fall muss durch eine Röhre eine Verbindung zwischen den durchlässigen Schichten geschaffen werden. Wenn all diese Maßnahmen nicht fruchten, oder aus anderen Gründen nicht in Frage kommen, dann hilft nur die Errichtung von Entwässerungsgräben. Zwangsläufig geht dadurch nutzbarer Boden verloren, doch dies ist in diesem Falle das kleinere Übel. Gedeckten Abzügen sollte stets der Vorzug gegeben werden, da der darüberliegende Boden ganz normal genutzt werden kann. Für das Anlegen der Gräben können entweder Steine oder Faschinen, also gebündeltem Reisig, verwendet werden. Wenn man sich für die Nutzung von Drainröhren entscheidet, muss vor dem Beginn der Arbeiten ein genauer Plan des Grundes erstellt werden. Die Saugdrains verlaufen dann quer zum Hauptgefälle, während der Sammeldrain in der Richtung des Hauptgefälles verläuft. Drainagen sind zwar sehr kostenaufwändig, haben jedoch auch eine sehr lange Haltbarkeit, so dass sich die Kosten auf Dauer amortisieren. 

Die Entwässerung von Ackerflächen

Genauso wichtig wie die Entwässerung von zu nassen Böden ist auch die Bewässerung. Hier gibt es einige Dinge, die bei der Bewirtschaftung möglichst berücksichtigt werden sollten. Leichtere Böden sollten im Frühjahr nur leicht gelockert und nicht gepflügt werden. Außerdem empfiehlt sich der Anbau von kurzlebigen Pfllanzen, die auch gegenüber Trockenheit unempfindlich sind. Hohe Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie eine Verdunstung des Wassers fördern. Der Pflanzenbestand sollte möglichst dicht sein, damit der Boden genügend Schatten hat. Wenn der Humusanteil im Boden erhöht wird, verbessert sich auch die Wasseraufnahmefähigkeit. Auch die optimale Düngung mit Mergel und Kalk, sowie der Einsatz von Kalisalzen, verhindert eine Austrocknung des Bodens.


Wer in der Landwirtschaft den Boden richtig pflegt wird reiche Ernten einfahren.

Bei einer Heidelandschaft muss zuerst die Grasnarbe zerstört werden, anschließend ist mehrmaliges Eggen notwendig. Ein Sandboden kann durch Gründüngung mit Humus angereichert werden, so dass er die Fähigkeit erhält, Wasser zu speichern. Auch der Zusatz von Mergel kann den Sandboden in guten Ackerboden verwandeln, zusätzlich sollte ordentlich gedüngt werden. Moorböden sind sehr schwierig, man kann sie nur durch den Zusatz von Kalk und eine ordentliche Entwässerung einigermaßen verbessern. Dies ist sehr kostenaufwändig und erfordert viel Erfahrung, so dass man sich vorab bei Fachleuten erkundigen sollte.

Zur Bodenverbesserung kann auch ein Ebnen des Bodens beitragen. Das Ebnen kann mithilfe verschiedener Geräte, wie der Ackerschleife oder dem Muldbrett, erfolgen. Auch eine Zusammenlegung von Grundstücken kann Vorteile bringen, indem zum Beispiel die bisherigen Wege dann auch landwirtschaftlich genutzt werden können, man sich längere Wege spart und auch die landwirtschaftlichen Maschinen besser eingesetzt werden können.


Bodenaufwertung